Kreisliga Ostschwaben

"Für den Kopf und auch für die Tabelle war unser Erfolg Gerolsbach unfassbar wichtig", freut sich Berg im Gaus Spielertrainer Martin Finkenzeller: "Wir haben uns endlich einmal für unseren Aufwand belohnt - und die Mannschaft hat jetzt auch schwarz auf weiß, dass sie mithalten kann." Dabei sei der Derbysieg nicht unverdient gewesen, wie der 31-Jährige erklärt - denn "Einstellung und Kampf sind bei uns vorbildlich gewesen". Mit nun vier Zählern auf seinem Konto hat sein BSV die rote Laterne der Kreisliga Ostschwaben abgegeben, als Tabellenzwölfter ist das Finkenzeller-Team nun punktgleich mit dem rettenden Ufer. "Der Anschluss ist hergestellt, wir sind wieder in Reichweite", so der Spielertrainer froh, um sofort hinterherzuschieben: "Mehr aber auch nicht."

Jetzt nachzulegen, das sei das große Ziel für seine Mannschaft. "Nur von alleine geht das nicht, wir müssen am Sonntag wieder alles investieren", weiß der 31-Jährige, der von den Qualitäten seiner Mannen überzeugt ist: "Wenn wir wieder genauso hart arbeiten wie in Gerolsbach, dann ist auch gegen Alsmoos/Petersdorf definitiv etwas drin für uns." Dass der Gegner gerade in der Offensive eine hohe Qualität besitzt, dies ist Finkenzeller klar. "Mit Stefan Simonovic hat der SSV einen der besten Stürmer der gesamten Liga - wenn man ihn denn zur Entfaltung kommen lässt", so der BSV-Spielertrainer: "Das Ziel ist, ihn so weit wie möglich von unserem Tor wegzuhalten." Gelingt dies, sähe es Finkenzellers Meinung nach gut aus, dass sein BSV erstmals in dieser Saison zu Hause punktet: "In der Defensive ist Alsmoos/Petersdorf nämlich verwundbar."

Wie wichtig ein Mitwirken des Spielertrainers selbst am Sonntag wäre, dies zeigte sich in den vergangenen Wochen, als der 31-Jährige zumindest immer eine Halbzeit lang auflaufen konnte. Dann allerdings machten sich die Folgen seiner Nierenkolik bemerkbar. "Eigentlich wollte ich in Gerolsbach komplett aussetzen. Wenn ich permanent spiele, bekomme ich die Entzündung nicht weg", erklärt Finkenzeller, dem für eine eigene Pause aber schlicht die Alternativen fehlen: "Es ist momentan einfach schwierig, ich muss mich da durchbeißen."

Ähnliches gilt auch für seinen Co-Spielertrainer Christian Kornherr, der gegen den FCG fast die gesamte Spielzeit durchhielt. "Ich muss jeden zu früh reinwerfen, das ist sehr gefährlich", so der BSV-Coach, der hofft, dass sich die Lage in ein paar Wochen entspannt.

Bis dahin gelte es, über die Schmerzgrenze zu gehen - auch an diesem Sonntag, wenn der Tabellensiebte in Berg im Gau aufschlägt, welcher zuletzt den FC Stätzling II mit 1:0 bezwang. "Es wird jetzt Zeit, dass wir zu Hause etwas holen", blickt Finkenzeller dem Duell mit dem SSV kämpferisch entgegen.