Kreisliga Ostschwaben

"Wir haben zu viele Ausfälle von Leistungsträgern, was wir nicht voll kompensieren können", hat Stampfl den Hauptgrund für die zuletzt vier sieglosen Partien am Stück ausgemacht. Neuester Name im Lazarett ist Torjäger Roman Redl, der sich beim jüngsten Remis in Rehling eine Zerrung zuzog. "Wir sind lange Zeit ohne einen einzigen Verletzten durchgekommen, jetzt erwischt es uns dafür komprimiert", so der Gerolsbacher Spielertrainer, der mit der aktuell komplizierten Situation aber gelassen umgeht: "Es war klar, dass so eine Phase einmal kommt im Laufe einer Saison."

Wichtig sei es jetzt, fokussiert zu bleiben. "Wir müssen als Mannschaft noch enger zusammenrücken und durch diese Wochen geschlossen gehen. Es ist absolut wichtig, jetzt die Ruhe zu bewahren und so viele Punkte wie möglich mitzunehmen", erklärt Stampfl, der am Sonntag ebenso wenig wie Bernd Probsdorfer, Stefan Brunner, Benny Wendt und eben Redl nicht auflaufen kann.

Der Gegner freilich hat es in sich, mit Alsmoos/Petersdorf kommt eine bärenstarke Mannschaft nach Gerolsbach - die zuletzt aber durch eine 3:4-Heimniederlage gegen die DJK Langenmosen einen Dämpfer erlitt. Gerade die Offensivabteilung des SSV zählt zu den absoluten Aushängeschildern der Kreisliga Ostschwaben. Stefan Simonovic etwa kommt nach seinem Dreierpack gegen Langenmosen auf 14 Saisontore, sein Sturmpartner Kajetan Schaffer war bereits neunmal erfolgreich. "Wir sind am Sonntag nur Außenseiter, zumal wir ja nicht gerade einen Lauf haben", schiebt Stampfl die Favoritenrolle dem Gegner zu.

Die Ausgangslage werde sich auch in der Taktik bemerkbar machen. "Mit all unseren Ausfällen können wir nicht so spielen wie gewohnt. Unser Hauptaugenmerk wird klar auf der Abwehrarbeit liegen, wir müssen gegen so einen individuell starken Gegner so einfach wie möglich spielen", sagt der FCG-Spielertrainer: "Das wird eine knackige Aufgabe für uns."

Mit Blick auf die Tabelle wäre jeder Zähler natürlich sehr wichtig, nachdem das Gerolsbacher Polster auf die Abstiegszone inzwischen auf fünf Punkte zusammengeschrumpft ist. 15 Zähler hat der FCG bislang gesammelt, 30 sollten laut Stampfls Rechnung zum Ligaverbleib reichen. "Wir haben die halbe Miete nach elf Spieltagen, das ist vollkommen in Ordnung", betont der Coach: "Es gibt überhaupt keinen Grund, warum wir jetzt den Kopf verlieren sollten. Sollten wir am Sonntag einen Punkt mitnehmen, wäre das für uns völlig okay."