Stehen vor ihrem letzten Auftritt in der Basketballsaison 2017/18:  Juan Pablo Alanis Barrera (l.), Uli Steiner (2. v. l.) , Thomas Wenger (2. v. r.) und ihre Schrobenhausen Green Devils.
Stehen vor ihrem letzten Auftritt in der Basketballsaison 2017/18: Juan Pablo Alanis Barrera (l.), Uli Steiner (2. v. l.) , Thomas Wenger (2. v. r.) und ihre Schrobenhausen Green Devils.
Foto: M. Schalk
Schrobenhausen
Blickt man nur auf ein paar der letzten Heimspiele in den vergangenen Jahren zurück, dann ist die Situation vor dem Saisonfinale 2017/18 doch vergleichsweise eindeutig wie komfortabel. Vor sechs Jahren beispielsweise hatten sich die Green Devils nach einem Heimsieg am letzten Spieltag bereits in Sicherheit gewähnt, um nach einer äußerst unglücklichen Konstellation in den anderen Ligen schließlich doch absteigen zu müssen. Zumindest rechnerisch - denn da andere Teams auf ihr Aufstiegsrecht verzichteten, blieben die Schrobenhausener doch in der Bayernliga Mitte. 2014 gelang ihnen schließlich der Aufstieg in die 2. Regionalliga Süd, aus der sie im Vorjahr wieder so gut wie abgestiegen schienen - bis sie im Mai 2017 erneut "nachträglich" die frohe Botschaft der Rettung erreichte.
Am heutigen Samstagabend sind die Vorzeichen nun viel klarer: Gewinnen die Green Devils zu Hause gegen die Dachau Spurs, können gar nicht mehr so viele Teams in der Endabrechnung beider Gruppen der Regionalliga II Südost vor ihnen landen, dass es gefährlich werden könnte. "Im Gegenteil, wir hätten dann wohl sogar eine sehr gute Mittelfeldplatzierung erreicht", sagt Coach Jörg Weber. Bis auf Tabellenrang sieben könnte es nach oben gehen.

Zufrieden ist der Trainer schon mit der jetzigen Bilanz. "Wir haben unser Saisonziel mit den neun Siegen bereits erreicht", sagt er. Vor diesem Hintergrund wird Weber beim letzten Heimspiel wohl auch seine Personalentscheidungen treffen. Auf jeden Fall positiv: Zum ersten Mal in dieser Saison stünde der gesamte Kader tatsächlich komplett zur Verfügung. Also auch Simon Koch, der in der Rückrunde zweimal für die Schrobenhausener aufgelaufen war und in der neuen Saison zu einem festen Bestandteil des Teams werden soll, wäre einsatzbereit.

"Grundsätzlich", sagt Weber, "gibt es auch die Überlegung, Spieler mit Einsatzzeiten zu belohnen, die das ganze Jahr über voll mitgezogen haben und nicht immer ausreichend zum Zug gekommen sind". Alles natürlich unter der Voraussetzung, "dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollen", betont der Schrobenhausener Trainer. Dann hätten die Green Devils zehn und damit doppelt so viele Siege wie in der Vorsaison geholt. Mindestens drei Teams in der eigenen Südliga und vier in der Nordgruppe wären in diesem Fall hinter den Schrobenhausenern - eher sogar noch mehr. Das Beruhigende: Selbst bei einer Niederlage gegen den Tabellensechsten aus Dachau stünden mindestens vier Vertretungen sicher hinter den Green Devils. Die Wahrscheinlichkeit ist also groß, dass es auch dann zum Ligaerhalt reicht - spätestens eben wieder im Mai. "Dies ist eine super Ausgangsposition für dieses Finale", freut sich Chefcoach Weber.
Um die erfolgreiche Saison anschließend gemeinsam zu feiern, gibt die traditionelle Aftershowparty in der Halle. Wer schon das Spiel der Green Devils besucht und sich beim Eingang einen Stempel abholt, ist hinterher herzlich dazu eingeladen.