Vielmehr kommentiert der Vize-Fußballchef der Schwarzweißen das Geschehene einfach nur fair: „Die Gäste hätten auf jeden Fall einen Punkt verdient gehabt.“

 

Kreisliga Ostschwaben

„Die Gäste hätten auf jeden Fall einen Punkt verdient gehabt.“

Stefan Finkenzeller

 

Ohne Leistungsträger wie Kapitän Alexander Gräf, Alexander Tyroller oder Stammkeeper Sebastian Ickes begannen die Platzherren noch ausgesprochen flott, hatten zunächst alles im Griff. Der verdiente Lohn hierfür war das frühe 1:0 bereits in der neunten Minute, als Rückkehrer Benny Wendt eine Freistoßhereingabe gefühlvoll nach innen brachte und Thomas Plöckl per Kopf vollendete. „Die Zuschauer sahen wahrlich ein schönes Spiel – woran allerdings die Untermaxfelder Mannschaft einen nicht unerheblichen Anteil hatte“, berichtet Finkenzeller.

So übernahmen die Mösler nach etwa der Hälfte der ersten Halbzeit komplett das Kommando, drängten den FCG immer weiter zurück. Und 60 Sekunden vor dem Pausenpfiff war’s schließlich so weit: 1:1 durch Markus Kleber, im Anschluss an eine Standardsituation. „Das kann passieren“, sagt Finkenzeller dazu: „Und in Ordnung ging dieses Gegentor zum 1:1 allemal.“

Dumm nur für die Gerolsbacher, dass sie auch dem Seitenwechsel zunächst nicht wieder in die Spur fanden. Das TSG-Team blieb Chef im Ring, bestimmte weiterhin das Geschehen. Und als der FCG dann per Foulelfmeter trotzdem die Riesenchance zum 2:1 bekam, nutzte er sie nicht – sondern scheiterte in Person von Sebastian Limmer am stark reagierenden Untermaxfelder Keeper Dominik Zach (60.).

In dieser Phase hatte es in der Tat den Anschein, dass es nicht der Nachmittag der heimischen Schwarzweißen werden würde. Der 2:1-Führungstreffer der TSG, erzielt durch Michael Beck nach einem Eckstoß (63.), erhärtete diesen Eindruck weiter. Bloß der FCG dachte gar nicht daran, sich irgendwie aufzugeben – sondern zeigte vielmehr eine tolle Moral. So gab’s in der 70. Minute erneut einen Foulelfmeter für die Platzherren (diesmal nach einem Vergehen an Roman Redl) – Ersatzkapitän Bernd Probsdorfer schnappte sich die Kugel, übernahm Verantwortung und schloss zum wichtigen 2:2-Ausgleich ab.

„Hätten sich die Untermaxfelder danach mit dem Remis abgefunden, sie hätten wohl einen Punkt mitgenommen. Die TSG spielte jedoch weiterhin auf Sieg – und wurde hierfür am Ende böse bestraft“, berichtet Finkenzeller. Genauer ausgedrückt war’s in der 82. Minute, als sich das Blatt komplett zu Ungunsten der Mösler wendete: Nach einem Kopfball von Limmer rettete Schlussmann Zach zwar noch sehenswert, aber gegen den Nachschuss von Wendt war doch kein Untermaxfelder Kraut mehr gewachsen – also 3:2 für den FCG. 240 Sekunden später machten die Platzherren komplett den Sack zu – durch Sebastian Waltl, der nach einer Limmer-Vorlage trocken ins rechte Eck einnetzte.

„Dieser Dreier zum Start war extrem wichtig für uns“, meint Finkenzeller. Dass bei den Seinen „sehr wohl noch Luft nach oben“ sei, bestreitet der Gerolsbacher Vize-Fußballchef nicht: „Aber andererseits traten wir phasenweise auch richtig stark auf. Wenn es uns gelingen sollte, diese Phasen auf einen längeren Zeitraum auszudehnen, ist mir vor der neuen Kreisligasaison nicht bange.“