Schrobenhausen: Erneute Demonstration der eigenen Stärke
Dreimal für den SSV in Dachau erfolgreich: Hannah Lauerer (mit Ball). - Foto: M. Schalk
Schrobenhausen

Die SSV-Frauen nahmen die Aufgabe beim immer noch punktlosen Kontrahenten ex-trem ernst, wollten sich von ihrer eigenen Tabellenführung sowie der bisherigen Schwäche des ASV IV nicht blenden lassen. Trotzdem, der Start verlief für die Schrobenhausenerinnen nicht nach Wunsch. Gerade im Angriff agierten sie zunächst viel zu hektisch - mit übereilten Torabschlüssen und einer Vielzahl an Fehlpässen. Zwar gelang es ihnen, schnell mit 6:2 in Führung gehen - aber es fehlte einfach die Sicherheit in den Aktionen.

Als dann die SSV-Abwehr plötzlich riesige Lücken aufwies, kamen die Gastgeberinnen aus Dachau gar bis auf 8:10 aus ihrer Sicht heran. Und mit diesem Schock für die SSV-Mädels ging es in die Halbzeitpause. Zugegeben: Die Schrobenhausenerinnen stellten auch an diesem Tag wieder das klar bessere Team - allerdings schafften sie es im ersten Durchgang nicht, das überzeugend auf das Spielfeld zu bringen. Dies wollten sie nach dem Seitenwechsel definitiv ändern.

Prompt wurde nach Wiederanpfiff noch deutlicher, wer die überlegene Vertretung war. Die SSV-Abwehr störte den Dachau-Angriff jetzt frühzeitig und wandelte leichte Ballgewinne gekonnt in Gegenstoßtore um. So zog die Truppe von Coach Jens Jamnitzky schnell auf ein beruhigendes 16:11 davon.

Die Dachauerinnnen hatten bereits in der ersten Halbzeit punktuell die Spielmacherposition in Manndeckung genommen. Das taten sie jetzt durchgängig, bloß der SSV-Angriff stellte sich gut darauf ein. Die letzten 20 Minuten wurden hierdurch komplett einseitig: Der ASV IV verbuchte keinen einzigen Torerfolg mehr, wogegen der SSV noch ganze 13-mal erfolgreich verwandelte.

Die Schrobenhausener Handballerinnen konnten in diesem Spiel auf jeden Fall wieder viele Erfahrungen dazugewinnen. So haben sie sich nach der Halbzeitpause erfolgreich aus einem Tief gezogen und ihre Stärke demonstriert. Folglich geht es absolut in Ordnung, dass die SSV-Vertretung weiterhin den ersten Tabellenplatz in der Bezirksklasse Altbayern West inne hat.

Bereits am nächsten Sonntag bestreitet sie ihr letztes Pflichtspiel der Hinrunde: In heimischer Halle haben die Schrobenhausenerinnen dann die HF Scheyern zu Gast (Anpfiff 14.45 Uhr) - also eine Truppe, die dem SSV eher unbekannt ist. Der bislang souveräne Tabellenführer muss sich schnell auf diese Situation einstellen müssen, um die nächsten Punkte einzufahren können.

Für den SSV spielten in Dachau: Agnes Wachinger und Laura Hoyer (beide im Tor), Franziska Lorenz, Meike Frederking (1 Treffer), Julia Geithner, Franziska Mörtl (3), Lea Wimmer (1), Daniela Hundseder (1), Michaela Jüngling (2), Laura Wittkamp (1), Hannah Lauerer (3), Julia Breitsameter (3), Katharina Lorenz (4), Jana Frederking (10, davon 3 verwandelte Siebenmeter).