Traf auf großen Widerstand: Der SV Hörzhausen mit Markus Schaffrik (r.) kam zu Hause gegen die SpVgg Joshofen /Bergheim II nicht über ein mageres 1:1-Unentschieden hinaus.
Traf auf großen Widerstand: Der SV Hörzhausen mit Markus Schaffrik (r.) kam zu Hause gegen die SpVgg Joshofen /Bergheim II nicht über ein mageres 1:1-Unentschieden hinaus.
Foto: M. Schalk
Schrobenhausen

A-Klasse Neuburg

SV Weichering - SV Waidhofen 0:1: Ob der Angriff nach ganz oben tatsächlich noch einmal klappen kann? "Auf jeden Fall war das ein ganz wichtiger Sieg auf dem Weg dorthin", sagt SVW-Pressesprecher Daniel Hermann. Und ja, er gibt dabei gerne zu, dass auch dieser Erfolg - wie schon das 1:0 gegen den SV Wagenhofen - etwas glücklich zustande kam. Vor einer Woche war es ein zweifelhafter Elfmeter, den Severin Kugler in der 90. Minute verwandelte - gestern nun ein abgefälschter Freistoß von Fabian Buchberger in der 85. Minute. "Wir haben momentan eben das nötige Glück - und das nehmen wir auch gerne so mit", sagt Hermann nach einer Partie, in der es ansonsten wenige Höhepunkte gab und an deren Ende die Waidhofener Punkte fünf bis sieben aus drei Spielen nach der Winterpause stehen. "Das sieht sehr gut aus", sagt Hermann. Noch beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz zwar sechs Punkte - doch wer weiß, wie weit es noch gehen kann, wenn neben den fußballerischen Fähigkeiten auch das Glück auf der Seite der Paartaler bleibt.

SV Hörzhausen - SpVgg Joshofen/Bergheim II 1:1: Nein, an der Personalsituation möchte Richard Fischer das Unentschieden gegen den Tabellenletzten nicht festmachen. Stattdessen hat der Hörzhausener Fußballabteilungsleiter andere Gründe ausgemacht. "Zum einen muss ich sagen: Hut ab vor diesem Gegner, der absolut nicht so aufgetreten ist wie ein abgeschlagenes Tabellenschlusslicht", betont Fischer. Zum anderen sei es seiner Mannschaft einfach nicht gelungen, die zahlreich vorhandenen Chancen besser zu nutzen. Ein paar Beispiele: Marco Fischer (1.) und Alexander Gazdag (43./70.) scheiterten gleich dreimal an Pfosten oder Latte. Matthias Rupp machte es zwar besser (42.), doch noch vor der Halbzeitpause kamen die Gäste - wenn auch aus stark abseitsverdächtiger Position - durch Ferdinand Gensberger (44.) zum Ausgleich, an dem der SVH letzlich nichts mehr ändern konnte. Auch nicht, als das Team nach einer Gelb-Roten Karte für Dominik Rehm (77.) eine Viertelstunde lang in Überzahl spielen durfte. Letztlich reichte es nicht mehr für den Sieg - und, auf die gesamte Saison bezogen, wohl auch nicht für den Aufstieg. "Dieses Wort kann ich aber eh schon nicht mehr hören", sagt Fischer: "Das ist kein Problem für uns, wir können mit dem aktuellen Saisonverlauf sehr gut leben."

SV Baar - FC Türkenelf Schrobenhausen 4:1: Die Ambitionen nach oben hatten die Verantwortlichen des FCT bereits vor einer Woche abgeschrieben, doch nach der dritten Niederlage in Folge muss der Blick nun sogar immer weiter nach unten gehen. Mit dem SV Baar zog gestern Nachmittag nun eine weitere Mannschaft in der Tabelle an den Schrobenhausenern (Neunter) vorbei. Noch haben sie zwar neun Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsrang, aber die FCT-Kikcer befinden sich immer mehr im freien Fall - und das trotz einer eigenen 1:0-Führung, für die Mustafa Halici per Strafstoß gesorgt hatte (19.). Ebenfalls vom Elfmeterpunkt aus traf Patrick Kefer dann aber zum Ausgleich (50.), ehe Michael Albrecht (64.), Sebastian Biederwolf (82.) und Christian Ruisinger (84.) die Begegnung komplett drehten. Um nicht noch einmal in ernsthafte Bedrängnis zu geraten, sollte aus FCT-Sicht jetzt schnellstmöglich die Wende klappen. Vielleicht ja schon im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn TSV Pöttmes II (Zehnter)?

A-Klasse Aichach


TSV Weilach - SV Ottmaring II 6:2: Es war ein Wochenende so ganz nach dem Geschmack der Grünweißen, denn neben dem eigenen Kantersieg passten dem Tabellenzweiten auch die Ergebnisse von den anderen Plätzen ganz wunderbar ins Konzept. "Das war ein perfekter Spieltag, an dem alles für uns lief", sagt deshalb auch Abteilungsleiter Helmut Wollesack freudestrahlend. Begonnen hatte es mit den guten Nachrichten schon am Samstag, als die Sportfreunde Friedberg nicht über ein 0:0 gegen den FC Laimering/Rieden hinauskamen. Nach dem eigenen Weilacher Sieg beträgt der Vorsprung auf den Tabellendritten nun schon sechs Punkte. Aber der Reihe nach, denn schließlich musste der TSV zunächst einmal selbst seine Pflichtaufgabe erfüllen. Und die begann denkbar schlecht, als Markus Appel nach 17 Minuten für die Gäste traf. "Wir haben uns zu Beginn sehr schwer getan, aber irgendwann lief es dann wie von selbst", sagt Wollesack. So drehten Andreas Seemüller (30.) und Roland Appel (33.) die Partie zunächst, ehe der SVO II durch Dennis Ulrichs Ausgleich (45.) noch ein letztes Lebenszeichen von sich gab. Im zweiten Durchgang hatten die Gastgeber dann aber leichtes Spiel: Manuel Daurer (48.), Nikolaos Pitsias (58.) und zweimal Matthias Merkl (70./88.) schossen da den verdienten Sieg heraus, der die Weilacher plötzlich wieder vom Meistertitel träumen lässt. Der Rückstand auf Tabellenführer SV Wulfertshausen beträgt nach diesem perfekten Weilacher Fußballwochenende nur noch zwei Punkte.