"Das ist schon eine kleine Zwickmühle für mich", gesteht Grammer, der die Sachlage dennoch völlig nüchtern einordnen kann: "Es war ganz klar ausgemacht, dass ich der ersten Mannschaft helfe, wenn diese Personalprobleme hat - und leider ist dies nun schon die ganze Saison lang der Fall."

Kreisklasse Neuburg

Dies sei auch der Hauptgrund, warum seine Kreisligareserve nach dem Aufstieg praktisch kein Bein auf den Boden bekommt. Nach elf Spieltagen steht die DJK II auf dem letzten Tabellenplatz, erst vier Zähler haben die Blauweißen bisher eingesammelt. "Die personelle Situation ist deprimierend", erklärt Grammer, der seine Mannschaft seit Wochen mit Spielern aus der eigenen U19-Junioren- beziehungsweise der AH-Truppe auffüllen muss: "Diesen Akteuren bin ich für ihren Einsatz dankbar, sie machen ihre Sache mehr als nur gut."

So werde es schwierig, den Abstieg zu verhindern. "Es zählt nur der Klassenerhalt, das war von Anfang an klar. Und wenn es sein muss, dann gehen wir den Weg über die Relegation", so der 31-Jährige. Und fast schon trotzig fügt er hinzu: "Auch in der momentan schwierigen Konstellation befinden wir uns mit den Teams aus der hinteren Tabellenregion auf Augenhöhe."

Nur ein Zähler ist seine DJK II vom rettenden Ufer entfernt. Mit dem SC Rohrenfels bekommt es die Kreisligareserve am morgigen Samstag mit einer Elf zu tun, welche als Tabellenneunter nicht zu den Topteams der Liga gehört. Das Dumme aus Sicht der Blauweißen ist nur: Der SCR hat derzeit einen fulminanten Lauf, alle seine 14 Punkte holte er in den jüngsten sechs Partien. Vier Siege und zwei Remis stehen hier zu Buche, zuletzt wurde der SV Straß mit 1:0 bezwungen.

Die DJK II hat aktuell hingegen erschreckende Zahlen vorzuweisen. Die jüngsten fünf Matches wurden allesamt verloren, allein in den drei jüngsten Spielen hagelte es insgesamt 17 Gegentreffer. "Auch wenn es schwer ist - wir müssen trotzdem versuchen, den Spaß nicht zu verlieren. Der Kopf muss oben bleiben, wir müssen da jetzt gemeinsam durch", erklärt der Spielertrainer. Ja, Grammer ist felsenfest überzeugt: "Es wird wieder besser."

Allerdings noch nicht am morgigen Samstag, da nämlich bleibt die Personallage wohl weiter angespannt. "Anstatt dass der eine oder andere Kicker zurückkommt, fallen immer mehr aus", erzählt Grammer, der dennoch überzeugt ist: "Wir werden, trotz aller Probleme, gegen den SC Rohrenfels etwas holen."