A-Klasse Neuburg

"Wir wollen die Serie natürlich möglichst lange fortsetzen, dadurch entsprechend Selbstvertrauen tanken und das in Punkte ummünzen", wünscht sich der Trainer. Zuletzt hat das ja bereits gut geklappt, durch einen 4:1-Heimerfolg über den SV Baar konnte der erste Saisonsieg eingefahren werden: "Wir haben sehr gut gespielt, obwohl wir fast mit dem letzten Aufgebot angetreten sind. Nach dem Führungstreffer wollten wir dieses Mal nicht zu schnell nachlegen, sondern sind das Match kontrolliert angegangen", berichtet Dyka.

Die Türkenelf hat damit aus ihren Fehlern gelernt, die sie bei den beiden 2:2-Unentschieden - jeweils nach einer 2:0-Führung - in den Wochen zuvor noch um den Lohn brachten: "Uns fehlt es nach wie vor an der Fitness und die kriegt man nur durch Training. Im Juli haben alle gut mittrainiert, aber im August sind dann viele in den Heimaturlaub gefahren. Noch dazu haben wir zahlreiche Schichtarbeiter", verdeutlicht Dyka. Ein Zustand, der für den Coach zwar nicht neu ist, aber dennoch ein wenig frustrierend: "Man beginnt quasi immer wieder bei Null, es fällt dadurch sehr schwer, etwas Langfristiges aufzubauen." Denn Dyka hat großes Vertrauen in das Potenzial seiner Mannschaft: "Platz fünf oder sechs sollte in dieser Saison schon unser Ziel sein, alles darüber wäre ein Bonus, alles darunter eine Enttäuschung. Ich habe keine Lust, wieder bis zum Ende um den Klassenerhalt zittern zu müssen." Momentan befindet sich der FCT mit fünf Punkten an elfter Position, drei beziehungsweise sechs Zähler hinter den angestrebten Tabellenplätzen. Ein Sieg am Wochenende in Pöttmes wäre also sehr erstrebenswert.

"Mit einem Punkt in Pöttmes kann ich leben, drei wären natürlich super", so der Coach. So richtig einschätzen kann Dyka den Konkurrenten vom Sonntag noch nicht. Im Sommer hat sich die Kreisligamannschaft des TSV Pöttmes mit zahlreichen Akteuren verstärkt, viele Spieler sind dadurch ins zweite Glied gerutscht, aber einige haben den Verein auch verlassen. "Für mich ist der TSVP II noch eine Wundertüte. Nach schwachem Saisonstart ist er zuletzt immer besser geworden. Ich sehe die Kreisligareserve aktuell auf Augenhöhe mit uns. Genaueres finden wir am Sonntag heraus", erklärt Dyka.

Mit sieben Zählern auf dem Konto befinden sich die Pöttmeser aktuell vor den Schrobenhausenern und dürfen sogar noch ein Match mehr absolvieren als diese. Will der FC Türkenelf den Anschluss an die Platzherren behalten, dann kann er sich am Sonntag keine Niederlage erlauben: "Der Schlüssel zum Erfolg wird für uns die Abwehr sein. Wie zuletzt müssen wir über eine vernünftige Defensivleistung zum Erfolg kommen", verdeutlicht der Teamverantwortliche. Nicht nur an diesem Sonntag muss Dyka aber auf zwei extrem wichtige Leistungsträger verzichten: Baran Akbas (Knieverletzung) und Nafiz Yüksel (Kreuzbandriss) stehen dem Coach länger nicht zur Verfügung.