Kreisliga Donau/Isar 1

„Im Vergleich zu unserer Niederlage vom vergangenen Wochenende beim SV Karlshuld war das eine deutliche Leistungssteigerung – auch wenn sich das nach so einer deutlichen Pleite natürlich erst einmal komisch anhört“, sagt der 31-Jährige. Überhaupt sei das Match an sich eines auf sehr hohem Niveau gewesen. „Für Kreisligaverhältnisse war das von beiden Teams eine starke Vorstellung“, so der Hohenwarter Abteilungsleiter, der nur einen gravierenden Unterschied zwischen seiner Mannschaft und den Gästen aus Gaimersheim ausmachte: „Wir ließen eine Vielzahl an klaren Torchancen ungenutzt, der Gegner war diesbezüglich deutlich kaltschnäuziger – und zudem halfen wir bei den Treffern teilweise wieder nach.“

Fast ein halbes Dutzend Hochkaräter zählte Bäuerle für seine Paartaler. Andre Motz etwa scheiterte per Kopf – und Tobias Birgmeir war nach einer verunglückten Spieleröffnung zu überrascht, dass das Leder plötzlich vor seinen Füßen lag. „Dazu hätten wir noch einen glasklaren, vielleicht sogar einen zweiten Elfmeter bekommen müssen“, erzählt Hohenwarts Abteilungsleiter weiter. Dies alles geschah bereits beim Stande von 1:2 aus Sicht der Gastgeber. Zuvor hatten die Paartaler bei einem Klärungsversuch Gaimersheims Igor Konusch angeschossen, von dem das Leder zum 0:1 ins Tor prallte (19.). Fabian Siebert glich zwar noch vor dem Seitenwechsel per Direktabnahme aus (40.) – aber nur 180 Sekunden nach Anpfiff des zweiten Durchgangs lag die Hohenwarter Elf erneut im Hintertreffen, weil sie sich in der Spieleröffnung einen katastrophalen Fehlpass erlaubte, welchen Daniel Sierck eiskalt nutzte. Damit nicht genug: Auch das dritte Tor der Gäste wäre vermeidbar gewesen – allerdings unterlief die Hohenwarter Defensivabteilung einen weiten Ball, und erneut war es Sierck, der dieses Geschenk dankend annahm (73.).

„In der Folge warfen wir alles nach vorne und wurden noch zweimal ausgekontert“, beschreibt Bäuerle die Gegentreffer Nummer vier und fünf für seinen TSV. Markus Bauer (81.) und Dennis Hüttinger (92.) hießen hier die Gaimersheimer Torschützen, die ihre Farben damit auf Tabellenplatz zwei schossen. Hohenwart hingegen rutschte durch diese Pleite bis auf Rang sieben im Zwischenklassement ab. „Trotzdem mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Wie schon erwähnt: So schlecht, wie es das Ergebnis vermuten lässt, waren wir nicht“, sagt Bäuerle: „Ein Unentschieden wäre meiner Meinung nach in diesem Match das gerechte Ergebnis gewesen.“

Definitiv positiv war gestern Nachmittag aus Sicht der Paartaler das Comeback von Spielertrainer Roland Baumgärtner, der eine Stunde lang die Defensive ordnete. „Seine Rückkehr wird uns in den kommenden Wochen extrem gut tun“, freut sich sein Abteilungsleiter. Vielleicht drückt sich dies ja schon am nächsten Wochenende, im Gastspiel beim FC Hepberg, auch in etwas Zählbarem für die Paartaler aus.