Mit 2:1 (1:0) gewann er da nämlich beim SV Münster, stürzte damit den bisherigen Tabellenführer der Kreisliga Ostschwaben – und festigte hierdurch seinen eigenen vierten Rang im Zwischenklassement.

 

Kreisliga Ostschwaben

„Wir leisteten genau die Wiedergutmachung, die wir uns erhofft hatten.“

Herbert Krobath

 

Der FCG – also plötzlich ein absolutes Spitzenteam? Herbert Krobath erschrickt nahezu bei dieser Frage. „Ach Quatsch, die aktuelle Platzierung ist doch völlig unwichtig“, so FCG-Fußballboss Herbert Krobath: „Für mich zählt es viel mehr, dass wir jetzt, nach sechs Spieltagen, bereits zehn Zähler auf unserem Konto haben. Vor dem Saisonstart hatten wir gesagt, dass wir 33 Punkte zum Klassenerhalt benötigen – also haben wir nun immerhin schon 30 Prozent davon gesammelt.“

Der gestrige Auswärtscoup beim bisherigen Leader – er war nicht nur erfreulich für die Schwarzweißen, sondern auch vollkommen verdient. „Wir machten diesmal genau das, was wir vor einer Woche, bei der ärgerlichen 0:1-Derbyniederlage gegen den BSV Berg im Gau, hatten vermissen lassen“, berichtet Krobath: „Diesmal kämpfte jeder für jeden, wir gaben nie auf – und leisteten dadurch in Münster genau die Art Wiedergutmachung, die wir uns erhofft hatten.“

Einziges Manko des FCG: wieder einmal seine mangelhafte Chancenverwertung. So hätte er normalerweise bereits in der zweiten Minuten in Front gehen müssen – aber Roman Redl brachte hier noch das Kunststück fertig, einen Kopfball aus nur fünf Metern Torentfernung über das Münsteraner Gehäuse zu setzen. Auf der anderen Seite hatten die Gerolsbacher freilich auch Glück, dass Alexander Gräf bei einer misslungenen Rettungstat nur den eigenen Pfosten traf – und die Kugel nicht ins eigene Netz beförderte (15.). Zudem reagierte FCG-Keeper Sebastian Ickes gleich zweimal glänzend gegen Bernhard Schuster (23./35.).

Zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt, nämlich kurz vor der Halbzeitpause, fiel das 1:0 für die Schwarzweißen: Bernd Probsdorfer nagelte den Ball zunächst zwar nur ans Aluminium – aber Redl regierte sofort und staubte erfolgreich ab (43.). Dass der FCG dann nicht schon 60 Sekunden später nachlegte, lag an Referee Stefan Ebenbeck (SpVgg Langenbruck) – denn einen Trikotzupfer an Redl sah er nicht als elfmeterwürdig an. „Aus meiner Sicht war’s ein klarer Strafstoß“, sagt Krobath dazu.

Also wurden die Seiten „nur“ bei einem Ein-Tore-Vorsprung“ für die Gerolsbacher gewechselt. Und in der 58. Minute war auch dieser weg – weil Philipp Fetsch nach einem schnell ausgeführten Einwurf zunächst zwei FCG-Akteure austanzte und anschließend eiskalt vollendete. „Aber wir ließen uns durch diesen Gegentreffer aus dem Nichts nicht beeindrucken, sondern spielten weiterhin frech auf Sieg“, freut sich Krobath. Prompt gab’s Chancen nahezu im Minutentakt für die Gerolsbacher – und eine davon nutzte Thomas Plöckl nach sehenswerter Vorarbeit von Sebastian Waltl zum entscheidenden 2:1 (65.).

„Wären wir im Abschluss kaltschnäuziger gewesen, hätte unser Sieg deutlich höher ausfallen können“, berichtet Krobath: „Aber was soll’s? Uns reichte das knappe Resultat ja auch hundertprozentig.“ Am nächsten Sonntag darf der FCG übrigens zu Hause ran – zum Duell der Aufsteiger erwartet er dann den SV Feldheim.