Kämpferischer Routinier: Eigentlich wollte Jürgen Grammer (r.) in der neuen Saison als Spielertrainer der zweiten Langenmosener Garnitur agieren, aber mittlerweile ist er in der Kreisligatruppe der DJK fast schon unverzichtbar geworden ? nicht nur aufgrund seines spektakulären 2:2-Ausgleichstreffers am vergangenen Sonntag gegen den SV Münster..
Kämpferischer Routinier: Eigentlich wollte Jürgen Grammer (r.) in der neuen Saison als Spielertrainer der zweiten Langenmosener Garnitur agieren, aber mittlerweile ist er in der Kreisligatruppe der DJK fast schon unverzichtbar geworden – nicht nur aufgrund seines spektakulären 2:2-Ausgleichstreffers am vergangenen Sonntag gegen den SV Münster.
M. Schalk
Langenmosen

 

 

Kreisliga Ostschwaben

„Wir belohnen uns nicht für unseren Aufwand“, sagt Wenger knapp als Zwischenfazit nach fünf Spieltagen. Bestes Beispiel hierfür war das jüngste 2:2-Remis gegen den SV Münster, seines Zeichens immerhin aktueller Tabellenführer. „Wenn der Klassenprimus direkt nach Schlusspfiff über ein Unentschieden jubelt, dann sagt das viel über die Leistung aus, welche wir zeigten“, konnte der DJK-Coach seinen Mannen zuletzt wenig Vorwürfe machen. Zwei individuelle Fehler hatten in der Anfangsphase dafür gesorgt, dass die Blauweißen schnell mit zwei Toren im Rückstand gelegen waren. „Diesen dann noch aufzuholen, das spricht für uns“, erklärt der 24-Jährige, dem freilich aber auch klar ist: „In der Tabelle kommen wir so nicht wirklich nach vorne.“

Genauer ausgedrückt müssen die Langenmosener derzeit den Blick sogar nach hinten werfen, mit nur sechs Zählern auf dem Konto liegen sie aktuell lediglich auf Position zehn – nur zwei Punkte über dem ominösen Strich. Ein Auswärtserfolg am Sonntag käme den Blauweißen da gerade recht, rangiert doch der anstehende Kontrahent aus Feldheim unmittelbar hinter der Wenger-Truppe. Erst vier Zähler hat der SVF nach seinem Aufstieg bisher gesammelt, das Match am vergangenen Wochenende beim SC Griesbeckerzell wurde wegen schlechter Platzverhältnisse verlegt.

Ob dies nun ein Vor- oder ein Nachteil sei für seine Langenmosener, weiß Wenger nicht. „Ehrlich gesagt ist mir das auch egal. Wir wollen am Sonntag mit aller Macht den Dreier“, sagt der Spielertrainer. Dass seine Elf in der Favoritenrolle ist gegen den Aufsteiger, dies weiß der 24-Jährige natürlich: „Das wollen wir in diesem Duell auch ganz klar zeigen.“

Deshalb werde die taktische Marschroute eine andere sein als noch zuletzt gegen den Klassenprimus aus Münster. „Gegen den SVM agierten wir mehr abwartend, in Feldheim wollen wir den Gegner nun von Anfang an attackieren“, erklärt Wenger. Mit welchem Personal der Spielertrainer die Auswärtsfahrt antreten wird, dies ist allerdings noch ungewiss. „Wir haben momentan viele angeschlagene Kicker. Mal schauen, bei wem es bis zum Sonntag geht“, erklärt Langenmosens Coach, der zumindest wieder auf die Dienste von Andreas Gumbiller zurückgreifen kann. „Eigentlich wollte ich ihn noch schonen, aber sein Knie machte schon gegen den SV Münster keine Probleme mehr, deswegen wird er auch in Feldheim auflaufen“, freut sich Wenger, der über den SVF übrigens bestens Bescheid weiß: „Marco Schütt ist sein Dreh- und Angelpunkt in der Offensive.“ Drei Mal schon netzte der Goalgetter bisher ein, eine Sonderbewachung wird der ehemalige Kicker des TSV Rain trotzdem nicht genießen.