Möchte seinen Kasten diesmal sauber halten: Thomas Reichlmayr, der Keeper des FC Pipinsried.
Möchte seinen Kasten diesmal sauber halten: Thomas Reichlmayr, der Keeper des FC Pipinsried.
S. Kerpf
Pipinsried
Das Urteil über das abgebrochene Fußball-Regionalligaspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth II war auch am Freitag noch nicht bekannt – und irgendwie befürchten wohl sogar die größten Optimisten bei den Gelbblauen inzwischen eine Neuansetzung, die der Aufsteiger allerdings nicht akzeptieren würde. Verständlicherweise, da der offizielle Schiedsrichterbericht ziemlich eindeutig die Pipinsrieder Version der Geschehnisse bestätigt.

 

Ohne die Gewissheit, ob man nun drei Punkte mehr auf dem Konto hat oder nicht, geht die FCP-Mannschaft von Trainer Fabian Hürzeler zunächst einmal am heutigen Samstag (16 Uhr) in ihr drittes Regionalligaheimspiel. Diesmal kommt die zweite Mannschaft eines Erstligisten, nämlich der FC Augsburg II, nach Pipinsried.

„Gerade zu Hause sollten wir uns jetzt unbedingt den ersten Sieg holen“, fordert Plesche. Am kommenden Dienstag trifft der FCP schließlich in Heimstetten auf den Mitaufsteiger FC Unterföhring, am nächsten Samstag wartet im Grünwalder Stadion die zweite Mannschaft des FC Bayern München. Um angesichts dieses Programms nicht schon von vornherein der Musik hinterherzulaufen, wäre es demnach aus FCP-Sicht ausgesprochen wichtig, baldmöglichst ein erstes Erfolgserlebnis einzufahren.

Der Schlüssel dazu ist laut Plesche die Defensive. „Wir müssen den Laden hinten dicht halten“, sagt der 30-Jährige. In jedem Pflichtspiel dieser Saison hat seine Mannschaft bislang mindestens ein Gegentor kassiert. Auch am Mittwoch, beim Toto-Pokalmatch in Geretsried, rannte der Regionalligist lange Zeit einem frühen 0:1-Rückstand aus der ersten Minute hinterher. Am Ende drehte der FCP die Partie aber doch in einen 2:1-Sieg und tritt deshalb in der nächsten Runde, acht Tage nach der Ligapartie, erneut in Heimstetten beim FC Unterföhring an.

Gegen Augsburg II kann Hürzeler wieder auf Verteidiger Denny Herzig und Torjäger Atdhedon Lushi zurückgreifen, fehlen wird diesmal dagegen Dennis Liebsch. Wer beim FCA II auflaufen wird, mit welchen Akteuren aus dem extrem großen Profikader sich die zweite Mannschaft der Schwaben womöglich verstärkt – das bleibt abzuwarten. Neben Routinier Markus Feulner liefen zuletzt ja auch die erstligaerfahrenen Kevin Danso und Julian Günther-Schmidt für die FCA-Amateure auf, die nach fünf Spielen trotzdem nur den enttäuschenden 14. Tabellenplatz belegen.

„In jedem Fall können sich die Zuschauer am Samstag auf ein schönes Spiel zweier technisch starker Mannschaften freuen“, sagt Plesche. Und womöglich gibt’s ja endlich die ersten drei Punkte, die der FC Pipinsried mit ziemlicher Sicherheit behalten dürfte.