Trotz der Niederlage in Roding forderte der TSV Dietfurt den Aufstiegskandidaten über 90 Minuten. Das Spiel wurde kein Selbstläufer für Einheimischen. "Die Mannschaft hat sich gut präsentiert", lobte Trainer Christian Scheuerer seine Schützlinge. Mit den Sarchingern kommt nun ein Gegner, gegen den die Gastgeber punkten können sollten. Dietfurt trifft dabei auf einen Kontrahenten, der zuletzt mit einem Sieg gegen den SC Regensburg (3:2) Selbstvertrauen getankt hat. Doch Scheuerer ist zuversichtlich, dass die Mannschaft stark genug ist, einen Erfolg einzufahren.

Auf das bewährte Konterspiel wird Dietfurt in dieser Begegnung wohl nicht setzen können, da Sarching voraussichtlich defensiver auftreten wird. "Wir werden das Spiel machen müssen und werden dies auch tun", kündigt der TSV-Übungsleiter an. Seine Truppe werde sich nicht nach den Gästen richten.

Kontinuität in der Trainerfrage, das zeichnet den SV Sarching aus. In seine zwölfte Saison mit dem Verein geht mittlerweile Ludwig Hartl. Hartls Erfahrungswerte lagen dabei bisher in der Kreisklasse und der Kreisliga. Mit der Bezirksliga hat der SV-Coach mit Sarching eine neue Stufe erreicht. Die Unterschiede zwischen der Kreisliga und der Bezirksliga seien enorm. "Wir müssen uns erst an die Spielgeschwindigkeit gewöhnen", beschreibt Hartl die Umstellung.

Dabei hat der SV-Übungsleiter sieben Akteure mit Vergangenheit in der Bezirksliga in seinem Kader. Wolfgang Schädler, Tim Jannsen, Max Eglseder, Florian Seebauer und Alexander Adler kamen vor etwas mehr als einem Jahr vom Nachbarverein SV Donaustauf. Dazu kommen mit Tobias Zellmer (VfB Bach) und Alexander Parzefall (FC Thalmassing) zwei Akteure, die schon bei Ligakonkurrenten spielten. Florian Wagner, der vom SV Donaustauf kam, wird wegen eines Kreuzbandrisses fehlen, ebenso hat sich Sebastian Bischoff (zwei Tore) verletzt abgemeldet. Dagegen wird Tobias Kiendl (zwei Treffer) beim Ligavorletzten auflaufen.

Durch die Neuzugänge wurde vorige Saison der SV-Kader sehr gut ergänzt und "enorm aufgewertet", wie Hartl mitteilt. Den Donaustaufer Spielern wurde der Aufwand für die Landesliga zu groß, ist von Hartl weiter zuhören. Den Weg nach Sarching fand zuerst "Alphatier" Florian Seebauer durch persönliche Kontakte. Ihm folgten anschließend mehrere Spieler. Hartl ist nun auf die Informationen der Ex-Donaustaufer angewiesen, da der Trainer die Dietfurter selbst noch nie gesehen hat. "Für mich sind sie total unbekannt", gibt der Coach zu. "Sie stehen auch sehr tief", sind die bisherigen Kenntnisse des SV-Übungsleiters über Dietfurt.

Wichtig wird für die Gäste sein, dass sie "sich nicht herauslocken lassen", so Hartl. Über schnelle Spitzen soll dann der Weg zum Dietfurter Tor gesucht werden. Denn nach dem jüngsten 3:2 gegen den SC Regensburg reisen die Sarchinger wieder selbstbewusster ins Altmühltal.