Beilngries: Schlüsselspiel
Nur nicht abhängen lassen: Der 1. FC Beilngries (rechts Raphael Eckstein) muss am Samstag in Neutraubling punkten, um nicht noch tiefer in den Abstiegsstrudel zu geraten. ‹ŒArch - foto: Nusko
Beilngries

Dabei kommt es zum Duell des Viertletzten gegen den Vorletzten in der Tabelle. Bei einer weiteren Niederlage droht den mittlerweile auf Rang 15 abgerutschten Altmühlstädtern wohl ein längerer Verbleib auf den Abstiegsplätzen. "Sollten wir zum siebten Mal am Stück verlieren, dann zieht eine weitere Mannschaft aus dem Tabellenkeller von uns weg. In diesem Fall müsste man davon ausgehen, dass es für uns heuer nicht reicht", beschreibt Karch den Ernst der Lage beim FCB. Er ist aber zuversichtlich, dass seine Mannschaft vor den Toren Regensburgs heute nicht erneut leer ausgeht.

Anlass für seinen Optimismus ist die starke kämpferische Leistung der Beilngrieser am vergangenen Sonntag. Gut eine Stunde lang boten die Altmühlstädter dem souveränen Spitzenreiter VfB Bach durchaus Paroli. "Davon können wir uns aber nichts kaufen. In unserer Situation geht es nur noch darum, Punkte zu holen. Bislang haben wir deutlich zu wenige und die Zahl der Spieltage nimmt immer mehr ab", sieht Karch die momentane Situation seiner Mannschaft jedoch realistisch. Er glaubt aber fest daran, dass beim FCB nun endlich der Knoten platzt.

"Die Kampfkraft vom vergangenen Sonntag müssen wir erneut abrufen. Außerdem darf uns in der Defensive dieses Mal kein Fehler unterlaufen", fordert der Übungsleiter von seinem Team. "Je länger wir das Spiel offenhalten können, desto mehr Chancen haben wir", ist sich Karch sicher. Er betont, die erst im vergangenen Jahr in die Bezirksliga aufgestiegenen Neutraublinger hätten zwar eine technisch sehr beschlagene Mannschaft. Sie seien aber mit aggressiv auftretenden Gegnern schon wiederholt nicht zurechtgekommen. Außerdem habe der TSV schon wiederholt konditionelle Probleme offenbart, berichtet der Trainer des FCB über den morgigen Gegner seiner Mannschaft.

Geht man allein von der personellen Besetzung beider Mannschaften aus, sind die Neutraublinger gegenüber dem FCB in der Tat im Vorteil. Und das nicht nur, weil sie mit Yordan Todorov nach wie vor einen Akteur in ihren Reihen haben, der bereits etliche Spiele in der Europaliga bestritt. Der fünffache bulgarische Nationalspieler brachte es ebenso wie seine Teamkollegen Christian Bauer und Tobias Trampnau bislang auf jeweils drei Tore. Dies zeigt, dass die Oberpfälzer nicht leicht auszurechnen sind.

Beim FCB hat sich bezüglich der personellen Situation im Vergleich zum vergangenen Sonntag nichts verbessert. Mittelfeldakteur Christian Höfler fällt krankheitsbedingt erneut aus. Die Nachwuchsspieler Stefan Fernandes-Thurner und Matthias Körber haben sich ebenfalls krankgemeldet, Sebastian Schneider ist im Urlaub und aller Voraussicht nach ist auch Johannes Karch aus privaten Gründen nicht dabei. Deshalb stellt sich die Mannschaft der Beilngrieser ein weiteres Mal fast von selbst auf. Doch unabhängig davon, wer am Samstag spielt, kann es für die Akteure des 1. FC Beilngries heute nur heißen: Verlieren verboten.