Dietfurt: Nächster Anlauf
Sie versuchen alles: Der TSV Dietfurt, hier mit Christian Geß (l.), befindet sich in einer gefährlichen Abwärtsspirale und ist wieder im Abstiegskampf angekommen. - Foto: Bachhuber
Dietfurt

"Jetzt müssen drei Punkte her", bringt es Scheuerer knapp und treffend auf den Punkt. Denn die anhaltende sieglose Serie ließ die Dietfurter in der Tabelle abstürzen. Mit dem TB/ASV Regenstauf, dem FC Jura und dem SV Sarching liegt Dietfurt punktgleich zwischen dem elften und dem 14. Rang. In dieser unglückseligen Lage fehlen dem Ex-Bezirksoberligisten mit Andreas Schneider, Daniel Schneeberger, Andreas Weigl, Tobias Schweiger, Matthias Ferstl und Maximilian Weigl voraussichtlich viele wichtige Akteure. "Wir müssen wieder improvisieren", möchte Scheuerer aus der Not eine Tugend machen.

Um sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen, wird es für die Gäste entscheidend sein, die Führungsspieler und Leitwölfe der Neutraublinger im letzten Auswärtsspiel der Hinrunde auszuschalten. Denn für Dietfurt ist ein Sieg "ohne Wenn und Aber", so Scheuerer, dringendst geboten, um nicht zu den beiden schon etwas abgeschlagenen Vereinen 1. FC Beilngries und SC Regensburg durchgereicht zu werden.

"Beide Mannschaften müssen gewinnen", analysiert Neutraublings Spielertrainer Rafael Wodniok. In der Tabelle liegt Neutraubling fünf Plätze, aber auch nur drei Punkte besser positioniert als die Sieben-Täler-Elf. Wodniok, der in Personalunion auch den Posten des Sportlichen Leiters der Heimelf bekleidet, geht von einem Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag aus.

Die Personalsorgen machen auch vor Neutraubling nicht halt. Der sechsfache Torschütze Bojan Kukic ist verletzt und sein Einsatz ist sehr ungewiss. Weiter ist Yordan Todorov angeschlagen. Auf den fünffachen bulgarischen Nationalspieler, der es zudem auf 21 Einsätze in der Champions League brachte, hofft Wodniok noch. "Wir zwingen keinen Spieler", so der Coach, dem es vorteilhafter erscheint, auf einen Leistungsträger für kurze Zeit zu verzichten als für mehrere Wochen.

Die Priorität legt Wodniok auf die Abwehr. "Die Defensive dürfen wir nicht vernachlässigen", betont er, denn die Dietfurter seien eine "eingespielte Mannschaft" und hätten "ein gutes Umschaltverhalten". Mit einem Punkt wären die Hausherren zufrieden, würde man so die Gäste ja auf Distanz halten. Wodniok hofft weiter, dass gegen Dietfurt ausreichend Spieler zur Verfügung stehen, damit er nicht selbst auflaufen muss: "Es ist nicht mein Ziel, dauerhaft zu spielen."