Riedenburg: Großes Interesse am Schachspiel
Spannende Partien haben sich die Teilnehmer bei der Schachmeisterschaft in Riedenburg geliefert. - Foto: Blodig
Riedenburg

Bei einem sehr starken Aufgebot des SK Kelheim mit 31 Startern und weiteren Teilnehmern aus Beilngries, Neumarkt, Parsberg, Tegernheim, Ingolstadt, Saal und Riedenburg waren Foyer und Seitengänge vor allem am Sonntag, als alle drei Leistungsgruppen spielten, sehr gut gefüllt.

Die Gruppe 1 mit zwölf Teilnehmern beherrschte an beiden Turniertagen überraschend deutlich Stefan Schiller (SK Kelheim) mit 4,5:0,5 Punkten vor Siegfried Schmid (SC Beilngries) mit 3,5:1,5 Punkten (15,0 Buchholzpunkte) und dem Vorjahrsieger Willy Weigert (TV Riedenburg) mit 3,5:1,5 Punkten und 14 Wertungspunkten. Altmeister Siegfried Schmid war in den Jahren 1962 und 1965 Oberpfälzer Einzelmeister.

Ein starkes Turnier spielte der Riedenburger Neuzugang Norbert Schäfer als Vierter mit 3:2 Punkten und einer Verbesserung seiner Wertungszahl um 46 Punkte. Auch der 14-jährige Fabian Huber vom TV Riedenburg konnte mit Platz sechs und 2,5:2,5 Punkten sehr zufrieden sein - vor allem, weil er wieder 104 der zuletzt verlorengegangenen Wertungspunkte zurückgewinnen konnte.

Im 18er Feld der Gruppe 2 gab es ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen von zwei schon bayernweit aufgefallenen achtjährigen Talenten, das Vinzenz Schilay (SK Neumarkt) ganz knapp vor Benedikt Huber (SK Abensberg) für sich entscheiden konnte. Beide kamen auf 4:1 Punkte und 12,5 Buchholzpunkte und erst die Sonneborn-Berger-Wertung entschied mit 10:9 knapp zugunsten von Vinzenz.

David Kargl vom SV Saal wurde Dritter mit 3,5:1,5 Punkten, er gewann 67 DWZ-Punkte. Leon Schröders Mut, in der Gruppe 2 anzutreten, wurde belohnt. Der Riedenburger kam auf 2,5:2,5 Punkte, was Platz elf bedeutete. Er ist damit seiner ersten DWZ-Zahl schon recht nahe.

38 Teilnehmer waren es in der Gruppe 3, wo mit verkürzter Bedenkzeit an einem Tag sieben Partien gespielt wurden. Es gewann Lorenz Fischer vor Fabian Harrer mit je 6:2 Punkten. Die beiden Kinder von den Schachfreunden Tegernheim sind mit ihrer Schulschachmannschaft schon für die Bayerische Schulschachmeisterschaft in Kempten qualifiziert und betrachteten das Turnier als gelungene Generalprobe.

Die Riedenburger hatten die begleitenden Eltern ausdrücklich eingeladen, in der Gruppe 3 bei den Hobbyspielern mitzuspielen. Juri Weinberger aus Kelheim wurde mit 5,5:2,5 Dritter in der Gruppe 3, sein Sohn belegte Platz 15 in der Gruppe 2.

Drei Mädchen und sieben Buben, die in den vergangenen Jahren aus Syrien, Irak und Afghanistan nach Deutschland gekommen sind, fügten sich völlig problemlos in das Teilnehmerfeld ein. Kawa Hussein (SK Beilngries) startete sogar in der Gruppe 2 und holte 1:4 Punkte. Sami Rastmo (SK Kelheim) überzeugte in der Gruppe 3 mit 4,5:2,5 Punkten und Platz acht.