Mindelstetten: Fortbestand auf der Kippe?
Der Siegesritt: Christina Brandl holte sich bei der abschließenden Springprüfung Klasse M* mit Siegerrunde den ersten Platz. - Foto: Feldmann
Mindelstetten

Vor allem die renommierten Reiter mit ihren Top-Pferden ziehen Hallenturniere vor und machen sich bei solchen Veranstaltungen rar. Damit mussten höherklassige Prüfungen zunehmend von der Turnierliste gestrichen werden.

Auch heuer sank die Zahl der Meldungen wieder und nährte im Verein Überlegungen über den Fortbestand dieser langjährigen Turniertradition. Dazu kommt der Wegfall des Turniergeländes im kommenden Jahr, das einem Baugebiet weichen muss. Auch die Frage, wie die bisherigen Teilnehmer auf den neu ins Auge gefassten Austragungsort reagieren werden, ist ungewiss. Fest steht, dass der Reit- und Fahrverein alles daran setzen wird, nach der 59. Auflage in diesem Jahr auch sein 60. Turnier als Jubiläumsveranstaltung ausschreiben zu können. Trotzdem war, wie Manfred Fürstberger, der Landkreis-Beauftragte feststellen konnte, das Turnier auch heuer wieder bestens vorbereitet. Angefangen von der Ausschreibung über den Zustand des Turnierplatzes und des Parcours bis hin zur Abwicklung der Veranstaltung und der Verpflegung der Gäste war alles bestens organisiert.

Sogar die anfangs befürchtete Unsicherheit beim Wetter an den zwei Turniertagen erwies sich als unbegründet, sodass Pferde und Reiter beste Platzbedingungen vorfanden. Wie im vergangenen Jahr war auch heuer das Turnier mit drei Ausnahmen eine reine Damenveranstaltung.

So gewann auch die höchstdotierte Springprüfung Kl. M* mit Siegerrunde Christiane Brandl vom Reit- und Fahrverein Beilngries auf Chupaquam mit einem Null-Fehler-Ritt in 42.92 Sekunden gefolgt von Vivien Glawion vom Puschendorf Reitsportzentrum Herzogenaurach-Zweifelsheim auf Zoe mit ebenfalls null Fehlern in 42,92 Sekunden. Platz drei belegte Antonia Schweinesbein vom Weißenburger Reitsportverein zur Freiheit Oberhochstatt auf Nikita 483 mit auch null Fehlerpunkten in der Zeit von 49,21 Sekunden.

Prüfung Nummer zwei, eine Springprüfung Klasse L gewann Vivien Glawion vom Puschendorf Reitsportzentrum Herzogenaurach/Zweifelsheim auf Zoe 55 (null Fehler/50,10 Sekunden) vor Antonia Schweinesbein vom Weißenburger Reitsportverein zur Freiheit Oberhochstatt auf Dolissa-Mona mit null Fehlern in 50,76 Sekunden. Den dritten Platz belegte die gleiche Reiterin auf Nikita 483 mit ebenfalls null Fehlern in der Zeit von 58,59 Sekunden. Die dritte Prüfung, eine Springprüfung Klasse L, sah Lena Schweinesbein vom Weißenburger Reitsportverein zur Freiheit Oberhochstatt auf Agave 41 mit vier Fehlerpunkten in der Zeit von 52,7 Sekunden auf Platz eins vor Karolin Mayer vom Köschinger Pferdesportverein 1992 Kasing auf Cheveyo 3 (8,5 Fehlerpunkte/65,65 Sekunden) auf Platz zwei und Lena Schweinesbein vom Weißenburger Reitsportverein zur Freiheit Oberhochstatt auf Grandinus 4 mit zwölf Fehlerpunkten in der Zeit von 58,59 Sekunden auf Platz drei.

Trotz des kühlen Wetters konnten sich die Pferdefreunde besonders am Markt-Sonntag über erfreulich viele Zuschauer auf dem Turnierplatz freuen. Darunter waren mit Bürgermeister Alfred Paulus und seinen beiden Stellvertretern Jakob Lang und Stephan Wibmer auch Repräsentanten der Gemeinde, ebenfalls die zu diesem Zeitpunkt noch amtierende Jura-Hopfenkönigin Johanna Schoberer und ihre Stellvertreterin Rebekka Niebler, die auch die Siegerehrungen vornahmen.

Albert Zieglmeier, der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins, bedankte sich am Ende des Turniers bei allen, die auch in diesem Jahr wieder zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Vor allem beim Parcours-Aufbau-Team, den Helferinnen am Verpflegungsstand und dem Parcours-Dienst. Ebenso bedankte er sich bei Wolfgang Birkenbach, dem Platzsprecher, der Aktive und Gäste stets fachlich kompetent informierte. Dem Sanitätsdienst, der zum Glück von Einsätzen verschont blieb und natürlich dem Richterteam mit Manfred Fürstberger, Gabriele Popp und Josef Kreil. Ganz besonders aber bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die teilweise weite Anreisewege mit ihren Pferden in Kauf genommen hatten und bei den Besucherinnen und Besuchern, die stets auf dem Turnierplatz willkommen sind.