Beilngries: "Es wird für uns heuer besonders schwer"
Abwärtstrend: Der 1. FC Beilngries (rechts Ishmail Conteh) hat den Ball zuletzt zu oft aus dem Blick verloren. Spielertrainer Christoph Karch hofft, dass sich dies gegen den VfB Bach ändert. - Foto: Nusko
Beilngries

Herr Karch, worin sehen Sie die Gründe für die Negativserie Ihrer Mannschaft?

Christoph Karch: Wir haben in den ersten drei Spielen der Saison recht gut ausgesehen, dann aber nach und nach Schlüsselspieler durch Verletzungen verloren. Christian Karg und Robert Halser fehlten uns zuletzt sehr. Deshalb gerieten wir in eine Negativspirale. Man darf aber auch nicht übersehen, dass wir zuletzt wirklich schlecht gespielt haben.

 

Welche Rolle spielt dabei das Ausscheiden mehrerer Routiniers zum Ende der vergangenen Saison?

Karch: Die ersten Spiele haben gezeigt, was für uns möglich wäre, wenn wir in Bestbesetzung antreten können. Gerade, weil ausgerechnet die verbliebenen Routiniers fehlen, wäre es sicher nicht schlecht, jetzt den einen oder anderen erfahrenen Spieler noch in der Mannschaft zu haben. Das ist aber nicht mehr der Fall. Deshalb wird es für uns heuer besonders schwer. Das war aber von Anfang an klar. Ein Blick zurück hilft uns nicht weiter. Wir müssen aus den vorhandenen Möglichkeiten das Beste machen.

 

Welche Möglichkeiten gibt es, die derzeitige Talfahrt zu stoppen?

Karch: Man muss schon sehen, dass wir in unseren bisherigen Spielen ja nicht abgeschlachtet wurden. Allerdings reichte zuletzt oft schon ein Fehler aus, um einen Treffer zu kassieren. Dann war das Spiel gelaufen. Das ist schon seit Jahren ein Problem. Ich kann mich spontan an kein Spiel erinnern, das wir nach einem Rückstand noch gedreht haben. Außerdem haben wir zuletzt die Schuld zu oft bei anderen gesucht. Auch wenn die Schiedsrichterleistung in Nittendorf schlecht war, dürfen wir uns dort nicht so präsentieren. Gerade, weil unsere Möglichkeiten ohnehin begrenzt sind, sollten wir Platzverweise vermeiden.

Das größte Manko des FCB ist erneut die unzureichende Trefferquote. Da wäre es gut, wenigstens bei Standardsituationen erfolgreich zu sein. Warum ist das schon länger nicht mehr gelungen?

Karch: Es stimmt, dass wir daraus momentan zu wenig machen. Unsere Eckstöße sind zu unpräzise und die Freistöße sind fast immer zu harmlos getreten. Jedoch fehlen uns dafür momentan Spezialisten, wie wir sie früher zum Beispiel mit Markus Weber oder Stefan Roth hatten.

 

Wenn eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller gegen den Spitzenreiter spielt, spricht man oft vom leichtesten Spiel der Saison. Ist das am Sonntag auch so?

Karch: Wir sind uns darüber im Klaren, dass der VfB Bach spielerisch deutlich überlegen ist. Deshalb müssen wir Tugenden abrufen, die uns gegen Spitzenteams schon oft geholfen haben. Wenn wir in der Abwehr stabil stehen, eine geschlossene Mannschaftsleistung und Kampfkraft zeigen, ist vielleicht eine Überraschung möglich. Ein Punktgewinn wäre allein schon deshalb wichtig, weil sich sonst unser Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen weiter vergrößert.

 

Beim vergangenen Spiel in Nittendorf fehlten insgesamt sechs Akteure. Wie sieht es gegen Bach aus?

Karch: Christian Karg und Robert Halser spielen von Beginn an. Man muss aber sehen, dass beide schon länger nicht mehr trainieren konnten. Außerdem steht mein Bruder Johannes wieder zur Verfügung.

 

Das Gespräch führte Hans Nusko.