Breitenbrunn gegen Pamspau
Ein Aktivposten, der es verstand, das Breitenbrunner Mittelfeldspiel zu ordnen, war Michael Ferstl (am Ball). ?Fo
Breitenbrunn

Zwei Spiele, zwei Siege, 7:1 Tore und in der Spitzengruppe dabei: Beim SV Breitenbrunn läuft es im Moment. Dementsprechend gratulierte Trainer Amstein seinen Spielern zu einem hochverdienten Sieg. Nur eines hatte der Coach anzusprechen: „Der Sieg hätte deutlich höher ausfallen müssen.“ Das war es aber auch schon, denn außer der Chancenverwertung gab kaum etwas zu mäkeln. Der SVB hatte seinen Gegner fast über die gesamten 90 Minuten im Griff.

Nur in der ersten Viertelstunde hatte die SpVgg Ramspau etwas mehr Ballbesitz. Außer einem strammen Freistoß von Christoph Unglert sprang dabei aber keine klare Torchance heraus. Im Gegenteil: Schon in der siebten Minute schob der Breitenbrunner Stürmer Matthias Schätzl den Ball unbedrängt aus zwei Metern an den rechten Torpfosten. Seinen Nachschuss parierte Torhüter David Stuber. Breitenbrunn übernahm zunehmend das Kommando, gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe und ging folgerichtig in der 25. Minute in Führung: Thomas Gmelch, von Amstein wieder ins offensive Mittelfeld beordert, setzte sich nach einem Zuspiel von Julian Gromann wuchtig im Strafraum durch, legte sich den Ball mit dem Kopf vor und drosch ihn unhaltbar unter die Torlatte. In der 27. Minute musste Neuzugang Maximilian Staudigl das Spielfeld mit einer Kopfplatzwunde verlassen und wurde durch Andreas Wolfsteiner ersetzt. Das tat dem Spielfluss beim SVB keinen Abbruch. Es gab Chancen im Minutentakt. Gromann zielte mehrmals knapp am Tor vorbei, ein Freistoß von Markus Bögerl verfehlte das Ziel nur um Zentimeter. Aus dem Nichts schlugen dann die Gäste zu. Rupert Stollner wurde im Strafraum freigespielt und schob den Ball unhaltbar an Torhüter Alexander Weidinger vorbei ins lange Eck zum glücklichen 1:1 (43.).

Nach einer deutlichen Pausenansprache von Amstein kamen die Breitenbrunner mit erkennbarem Siegeswillen auf den Platz zurück und das wurde schnell belohnt. In der 48. Minute spielte Quirin Meier einen halbhohen Ball in den Strafraum. Gromann vollendete mit einer blitzsauberen Direktabnahme zum 2:1. In der 63. Minute erzielte wieder Gmelch, diesmal mit einem Kopfball nach Ecke von Bögerl, das 3:1 und schaffte damit die Vorentscheidung. Danach schickte Torhüter Weidinger, der zwischenzeitlich zweimal sicher bei Kontern der Ramspauer zur Stelle war, Quirin Meier mit einem langen Abschlag auf die Reise. Der düpierte die Gästeabwehr und schloss halbhoch zum 4:1-Endstand ab (82.).

Einen Schock für die Hausherren gab es in der 71. Minute. Der starke Florin Terbea, gerade erst von einem Kreuzbandriss genesen, blieb im Rasen hängen und musste mit Verdacht auf eine erneute schwere Knieverletzung ausscheiden. Er wurde von Karl Schmid ersetzt. In den letzten fünf Spielminuten kam noch Joshua Mohr für den zweifachen Torschützen Gmelch. „Es war vor allem in der zweiten Halbzeit ein klasse Spiel meiner Mannschaft“, so Amstein.

SV Breitenbrunn: Weidinger, Precht, St. Schmid, Staudigl (27. Wolfsteiner), Gmelch (85. Mohr), Bögerl, Gromann, Ferstl, Schätzl, Meier, Terbea (71. K. Schmid). Tore: 1:0 Gmelch (25.), 1:1 Stollner (43.), 2:1 Gromann (48.), 3:1 Gmelch (63.), 4:1 Meier (82.).