Auf der Jagd nach drei Punkten: Bastian Ertl (links) und der TSV Jetzendorf wollen heute Abend in Lohhof nach zwei Niederlagen in Folge wieder ein positives Ergebnis erzielen.
Auf der Jagd nach drei Punkten: Bastian Ertl (links) und der TSV Jetzendorf wollen heute Abend in Lohhof nach zwei Niederlagen in Folge wieder ein positives Ergebnis erzielen.
Reichelt
Jetzendorf

 

Noch vor zwei Wochen schien die Jetzendorfer Fußballwelt in Ordnung: Der 2:1-Derbysieg gegen Rohrbach sollte die Wende bringen. Doch seitdem gab es zwei Niederlagen, noch größere Personalsorgen – nach der jüngsten Heimpleite gegen den FC Schwabing erklärte Coach Sarisakal: „Wir sind im Abstiegskampf angekommen.“ Umso wichtiger ist es, schnell wieder in ruhiges Fahrwasser zu kommen. Mit Lohhof wartet ein Gegner, der sich eigentlich im Abstiegskampf auskennt – in der Vorsaison hatte sich der SVL als Zwölfter nur knapp vor der Relegation retten können. In der aktuellen Saison gab es in acht Spielen nur eine Niederlage, Platz sechs ist der Lohn. „Es scheint so, als seien sie dieses Jahr gefestigter. Sie sind eine positive Überraschung“, betont Sarisakal. Der Jetzendorfer Trainer erwartet einen Kontrahenten, der anders als in den vergangenen Jahren, nicht nur defensiv agieren wird. „Dieses Jahr spielen sie auch ein höheres Pressing. Sie sind aber nur so gut, wie wir es zulassen.“

Sarisakals Team ist immer noch arg ersatzgeschwächt. Tobias Hänschke, Johannes Haas, Markus Kurzhals, Martin Schröder und Peter Seidl fallen aus. Wlad Beiz (Bänderriss) könnte schon wieder eine Kaderoption sein, Armin Lange und Simon Oberhauser kehren für dieses Wochenende aus dem Urlaub zurück. Hoffnung macht die Rückkehr von Stürmer Dominic Reisner. „Ich wünsche mir, dass diese Misere endet und wir wieder gewisse Ergebnisse einfahren können“, meint Sarisakal. Bestenfalls beginnt der TSV damit morgen Abend: „Wir wollen den Bock umstoßen, endlich wieder ein Erfolgserlebnis holen. Fußball ist eben ein Ergebnissport. Es ist an der Zeit, dass wir punkten, sonst bekommen wir noch größere Probleme.“ Mit nur zwei Siegen und acht Punkten aus acht Spielen steht der TSV auf Rang zehn: „Es ist klar, dass wir in unserer Lage keinen Hurra-Fußball zelebrieren werden. Der Fokus liegt zunächst auf der Defensive.“ Einen besonderen Wunsch hat der Trainer für das Duell in Lohhof: „Es würde mich freuen, wenn wir ein komplettes Spiel ohne großen individuellen Fehler schaffen. Das wäre der Grundstein, um sich selbst zu belohnen.“