Ausgerechnet gegen das Schlusslicht FC Memmingen unterlag der FCP mit 0:3 (0:2), obwohl der Dorfklub 50 Minuten mit einem Mann mehr agieren durfte, nach einer Ampelkarte gegen den Memminger Branko Nikolic (40.). Keine 50 Sekunden nach dem Anpfiff waren die Gäste durch einen Schuss von Furkan Kircicek aus kurzer Distanz in Führung gegangen. Eine halbe Stunde später legte der Torschütze per Kopf nach (30.). Damit war die Partie schon entschieden, "Unser Matchplan war schon nach einer Minute gescheitert", räumte FCP-Manager Roman Plesche hinterher ein. Telefonisch, denn er war Spielertrainer Fabian Hürzeler gefolgt, der die Stätte der Niederlage unmittelbar nach dem Umziehen verlassen hatte und dabei die übliche Regionalliga-Pressekonferenz sausen ließ. Tatsächlich hatte Hürzeler schon auf dem Spielfeld nervös agiert. Den Konter zum 0:3 durch Fabian Lutz (68.) leitete er durch einen verlorenen Zweikampf ein. Den Ausschlag für Hürzelers Flucht gab aber wohl ein Disput mit FCP-Boss Konrad Höß nach Spielschluss. Der 76-Jährige kommentierte: "Kritik ist etwas ganz Normales" und monierte Hürzelers "Dünnhäutigkeit."

 

FC Pipinsried: Reichlmayr - Liebsch (70. Grahammer), Achatz, Herzig, Schuster- Hürzeler - Goia, Tosun (58. Müller), Rabihic (69. Diep), Arik - Lushi. - Tore: 0:1 Kircicek (1.), 0:2 Kircicek (32.), 0:3 Lutz (68.). - Gelb-Rote Karte: Nikolic (40., FCM).