Pfaffenhofen: Mehr als 40 Schüsse für einen Treffer
Knapp unterlegen: Jake Fardoe (rechts) und der ECP verloren gegen Marc Weigant (links) und Buchloe mit 1:2. - Foto: Stolle
Pfaffenhofen

Ein Blick auf die Statistik macht das große Problem deutlich, mit dem der EC Pfaffenhofen seit Saisonbeginn zu kämpfen hat. 41 Schüsse feuerten die IceHogs am Freitag auf das Gehäuse von Gästekeeper Alexander Reichlmeir ab, doch nur ein einziges Mal fand der Puck dabei auch den Weg über die Torlinie. Zum wiederholten Male in dieser Spielzeit ging somit eine Partie mit nur einem Tor Unterschied verloren, obwohl die Abwehr wieder sicher stand und erneut nur zwei Gegentore zuließ. "Es ist echt bitter, nach so einem Spiel wieder einmal dem Gegner zum Sieg gratulieren zu müssen," sagte ein sichtlich frustrierter ECP-Trainer Dimitri Kurnosow, der seinem Gegenüber Topias Dollhofer fair zum Erfolg gratulierte. Der frühere ECP- und jetzige Buchloer Coach freute sich natürlich über die drei Punkte seiner Mannschaft, die zuletzt genau das Kontrastprogramm zu den IceHogs geboten hatte, nämlich drei glückliche Siege mit einem Tor Unterschied in Folge. "Die Punkte nehmen wir natürlich gerne mit, aber wir haben das Glück jetzt überstrapaziert. Das kann so auf Dauer nicht weitergehen," mahnte er.

In einem wenig temporeichen und an Höhepunkten armen ersten Drittel sorgte Luis Seibert für ein erstes Ausrufezeichen. In der fünften Minute traf er aber nur die Querlatte. Besser machte es auf der Gegenseite Maximilian Raß. Die erste Strafzeit gegen die Gastgeber - Andreas Pielmeier musste wegen eines Stockchecks auf die Strafbank - nutzte er in der 13. Minute zur Führung. Danach übernahmen die IceHogs mehr und mehr das Kommando und Alexander Reichelmeir rückte zunehmend in den Mittelpunkt des Geschehens. Die beste Gelegenheit hatte Mike Chemello, der mit seinem Alleingang aber am Schlussmann der Gäste scheiterte.

Nach dem Wechsel erhöhten die Hausherren weiter den Druck und setzten sich zeitweise regelrecht im Buchloer Drittel fest, doch keine der zahlreich vorhandenen Möglichkeiten konnte genutzt werden. Und fehlt dann das Glück, kommt meist auch noch Pech hinzu. So in der 38. Minute, als Marco Göttle bei einem der wenigen Konter mit seinem Schuss den guten IceHogs-Keeper Thomas Mende am Brustpanzer traf und der Puck von dort zum 0:2 über die Torlinie trudelte.

Hoffnung im ECP-Lager kam 30 Sekunden nach Beginn des Schlussabschnitts auf, den die Gäste in doppelter Unterzahl begonnen hatten. Als gerade der erste Spieler wieder von der Strafbank zurückgekehrt war, fing Jake Fardoe einen Pass von ihm ab, leitete zu Stefan Huber weiter, der Alexander Reichlmeir zum 1:2 überwinden konnte. Doch dabei sollte es dann bis zum Ende auch bleiben. Während der Schlussoffensive der IceHogs spielten sich zwar noch einige turbulente Szenen vor dem Gästetor ab, doch mit vereinten Kräften, einem starken Torhüter und viel Glück retteten die Piraten ihren knappen Erfolg über die Zeit und sorgten einmal mehr für enttäuschte Gesichter bei den IceHogs.

 

EC Pfaffenhofen: Mende, Hähl, Oexler, Welter, Fardoe, Hofbauer, Pielmeier, Landstorfer, Maier, Bauer, Neubauer, Gebhardt, Chemello, Thebing, Seibert, Birk, Huber, Semmler. - Tore: 0:1 (13.) Raß (Vaitl, Krafczyk 5:4); 0:2 (38.) Göttle; 1:2 (41.) Huber (Fardoe 5:4). - Strafen: IceHogs 12 + 10 f. Seibert und Huber. - Zuschauer: 180.