Routiniert und erfolgreich starten die Wettkampfschwimmer bei den verschiedenen Wettbewerben in ganz Bayern. Ob Oberbayerische oder Bayerische Meisterschaft, ob Kurz- oder Langstrecke, ob Hallenbad, Freibad oder Freiwasser - die MTV-Schwimmer haben sich eine große Wettkampfroutine erarbeitet. Doch aller Anfang ist schwer, gerade zu Beginn der Schwimmkarriere kann das ganze Prozedere rund um den eigentlichen Wettkampf einen Athleten überfordern. Tagelange Wettkämpfe mit Anreise, Warmschwimmen und Pausen, in denen man die Konzentration hochhalten muss, gepaart mit dem Druck, die eigene Meldezeit zu bestätigen oder Qualifikationszeiten schwimmen zu wollen. Und wenn man dann auf dem Startblock im falschen Moment zuckt, ist es vorbei, bevor es richtig angefangen hat.

Um die jüngsten Nachwuchsathleten an solche Situationen zu gewöhnen, haben die Schwimmer des MTV Pfaffenhofen einen eigenen Wettbewerb organisiert. "Bei offiziellen Wettbewerben braucht man eine Registrierung jeden Schwimmers mit hohem bürokratischem Aufwand", erklärt MTV-Abteilungsleiter Norbert Höschel. "Deshalb haben wir eine eigene Veranstaltung organisiert und keine anderen Vereine eingeladen." Zudem sollten die jungen Schwimmern die Gelegenheit bekommen, ihren Eltern zu zeigen, was sie schon können.

So fanden sich die Schwimmer aller Anfängergruppen mitsamt ihren Eltern im Pfaffenhofener Realschulbad ein, um in verschiedenen Wettbewerben über 20 und 40 Meter in unterschiedlichen Lagen anzutreten. Die rund 50 Nachwuchsschwimmer hatten mit ihren Trainerinnen Kerstin Wagner, Sabine Höschel, Daniela Hepper und Juliane Hüttl dabei großen Spaß und nahmen ihren ersten Wettkampf voll an.

Geschwommen wurde auch in speziellen Disziplinen, bei denen beispielsweise nur der Brust-, Rücken- oder Kraulbeinschlag durchgeführt wurde, während die Hände ein Schwimmbrett umklammerten. "Es ging darum, dass jeder nur das schwimmen sollte, was er schon schwimmen kann", erklärte Höschel und fügte an: "Am Ende hat jeder Teilnehmer eine Urkunde, eine Goldmedaille und einen Eisgutschein bekommen."

Platzierungen wurden bei dem internen Wettbewerb nicht vergeben, im Vordergrund stand das Vergnügen. "Das Motto war: Reinspringen und Spaß haben", sagte Höschel. Aber nicht nur die Kinder genossen die erste Veranstaltung ihrer jungen Schwimmkarriere, auch die Eltern waren voll eingebunden und durften in einer Eltern-Kind-Staffel ihr eigenes sportliches Können unter Beweis stellen. Das Interesse daran war so groß, dass mehrere Läufe durchgeführt werden konnten. Dieser kindgerechte Wettkampf wurde von der MTV-Schwimmabteilung das erste Mal durchgeführt und nahm den jungen Schwimmern durch ein lockeres Ambiente so die Angst vor künftigen Wettbewerben.