ECP legt einen klassischen Fehlstart hin
Pfaffenhofen (oex) Das hatte man sich im Lager des EC Pfaffenhofen sicher etwas anders vorgestellt. Nach zwei Spieltagen finden sich die Pfaffenhofener punktlos am Ende der Tabelle der Eishockey-Bayernliga wieder.

Standpauke: Die ECP-Spieler mussten sich von ihrem Trainer Robert Huber (hinten Mitte) einiges anhören. Es half jedoch nichts, mit der 2:6-Niederlage gegen Dorfen legte der amtierende Vizemeister einen klassischen Fehlstart hin. - Foto: Markus Braun
Mit einer katastrophalen Vorstellung im ersten Drittel ermöglichten die Pfaffenhofener den Gästen einen komfortablen 4:0-Vorsprung, den diese dann bis zum Ende sicher verteidigten und sich damit an die Tabellenspitze setzten. "Keine Ordnung, kein Einsatz, praktisch jeden Zweikampf verloren." ECP-Coach Robert Huber konnte über die Darbietung seiner Mannschaft in der Anfangsphase nur den Kopf schütteln. Die IceHogs ließen in der Tat alles vermissen. Das zeigten dagegen die Gäste aus Dorfen, die die Lethargie der Hausherren gnadenlos ausnutzten, zielstrebig nach vorne spielten und durch mannschaftliche Geschlossenheit glänzten. Ein Plus, dass auch ESC-Trainer Jan Smolko hervorhob: "Es sicher ein Vorteil, dass wir heuer eine eingespielte Truppe haben." Was man von der neu formierten ECP-Truppe jedenfalls noch nicht behaupten kann. Doch dies als Erklärung wollte Robert Huber schon gar nicht gelten lassen: "Laufen und kämpfen kann man immer. Das ist eine Einstellungssache," stellte er lapidar fest und bekam indirekt von Franz Birk Recht: "In der Pause haben wir uns fest vorgenommenen, anders aufzutreten." Was dann zumindest in Ansätzen sogar klappte, aber auch bitter notwendig war, ansonsten wäre die Niederlage wohl noch weit höher ausgefallen.
Schon nach zwei Minuten lag Dorfen 2:0 vorne, nachdem Rudolf mit dem ersten Angriff gegen nahezu teilnahmslose IceHogs das 1:0 markiert hatte. Zu allem Überfluss verletzte sich dabei auch noch Torhüter Damjan Herdzik und musste gegen Johannes Pfafferott ausgetauscht werden. Der stand nur ganze 30 Sekunden im Kasten, als er bereits den Puck aus dem Netz holen musste. In der Folgezeit konnte auch er seiner Mannschaft nicht zur nötigen Sicherheit verhelfen und schon in der neunten Minute zeichnete sich die Niederlage nach Kollers 3:0 ab, dem Mittermeier noch vor der Pause in Überzahl das 4:0 folgen ließ.
Als Kapitän Marco Löwenberger nur 19 Sekunden nach Wiederbeginn zum 1:4 traf und Philipp Spindler sogar weiter verkürzte (27.), keimte Hoffnung unter den ECP-Fans auf. Trotz einiger weiterer Chancen ging es mit diesem 2:4 ins letzte Drittel, in dem die Pfaffenhofener versuchten, mit der Umstellung auf zwei Reihen den Druck weiter zu erhöhen. Und tatsächlich hatten David Vokaty, Philipp Spindler und Andreas Attenberger Riesenmöglichkeiten, scheiterten aber am Marc-Anthony Franco im Dorfener Gehäuse. Die Gäste verteidigten geschickt ihren Vorsprung und versetzten den Gastgebern mit einem Überzahltreffer vier Minuten vor dem Ende den endgültigen K.o., der sechste Treffer war dann nur noch für die Statistik interessant. Am verdienten Erfolg der Gäste gab es ohnehin keine Zweifel mehr.
EC Pfaffenhofen: Herdzik, Pfafferott J., Gräber, Kröger, Heinzmann, Weinzierl, Hanke, Mazurek, Löwenberger, Kühnl, Spindler, Vokaty, Pfafferott W., Birk C., Aigner, Ehlert, Birk F., Attenberger.
Tore: 0:1 (2.) Rudolf (Gerbl D., Koller), 0:2 (3.) Seisenberger (Koß, Zollner), 0:3 (9.) Koller (Gerbl D., Dlugos), 0:4 (17.) Mittermeier (Mitternacht, Poetzel C. 5:4), 1:4 (21.) Löwenberger (Kröger, 2:4 (27.) Spindler (Attenberger), 2:5 (56.) Koß (Seisenberger, Dlugos 5:4), 2:6 (58.) Rudolf (Gerbl D., Koller). – Strafen: ECP 16, ESCD 8. – Zuschauer: 200.
Von Karl Öxler
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