Wolnzach: Den nächsten Schritt gemacht
Arbeiten am Feinschliff: Die Basketballer um Trainer Mike Urban (2. von links) haben beim heimischen Vorbereitungsturnier zum ersten Mal das Finale erreicht. ‹ŒArch - foto: Reichelt
Wolnzach

Ihr erstes Spiel über die Distanz von vier Vierteln mit je sieben Minuten bestritten die Wolnzacher Damen aus der Bezirksoberliga am Samstag gegen München Ost (Bayernliga). Die ersten beiden Viertel konnten die Wolnzacherinnen gewinnen (Halbzeit: 21:16), im vierten Viertel (9:23) drehten die Münchnerinnen auf (Endstand: 38:49). Da reichten auch gute Leistungen von Clara Biersack (10) und Nachwuchsspielerin Bettina Seidl (9) nicht. Im zweiten Gruppenspiel standen dann Julia Braun und Biersack nicht mehr zur Verfügung. Hätte Annika Rotter, die das Team während der Saison Richtung Rosenheim verließ, nicht ausgeholfen, wäre das Team von Ersatz-Coach Stefan Fuchs nur noch mit sechs Spielerinnen unterwegs gewesen. Doch mit viel Kampfgeist und einer starken Christine Preyß (11) kämpften sich die Wolnzacherinnen gegen Heroldsberg (Bayernliga) zu einem knappen Sieg (29:25).

Im letzten Spiel der Gruppenzweiten der Vorrunde kam es erneut zu einem Aufeinandertreffen mit einem Bayernligateam, dem BC Hellenen, das deutlich mit 25:54 verloren ging. Die Stimmung war im Wolnzacher Lager sehr positiv. "Wir wollten trotz Unterbesetzung einfach Spaß an den Spielen haben", sagte Bettina Seidl.

Den nächsten Schritt haben definitiv auch die Regionalliga-Männer des TSV gemacht. Zum ersten Mal in der elfjährigen Geschichte des heimischen Vorbereitungsturniers erreichte das neu formierte Team von Mike Urban mit drei Gruppensiegen gegen Gegner aus der Süd-Division der 2. Regionalliga das Finale. Im ersten Spiel gegen Gröbenzell legten die Wolnzacher dank Ole Alsen (9) und Peter Maischak (21) einen guten Start hin und führte am Ende des ersten Viertel mit 17:13. Nach zwischenzeitlichem Rückstand (17:21) gingen die Wolnzacher mit einer Führung in die Pause (31:24), die sie bis zum Ende kontinuierlich zum 63:39-Erfolg ausbauen konnte. "Es standen mindestens zwei Spieler auf jeder Position zur Verfügung, es war stets der Wille zum Zusammenspiel zu erkennen. Mehr als doppelt so viele Vorlagen wie Ballverluste im ersten Spiel sprechen auch für die Qualität dieses Ansatzes", erklärte Urban. Im zweiten Spiel legten die Wolnzacher im ersten Viertel (27:6) noch einmal eine Schippe drauf und feuerten ein wahres Basketballfeuerwerk ab. Den herausgespielten Vorsprung konnten die Wolnzacher halten und feierten einen 62:50-Erfolg.

Gegen Leitershofen, letzte Saison immerhin Tabellenvierter der 2. RLSO, wurde die Latte wieder ein wenig höher gelegt, doch auch hier siegten die Wolnzacher mit 46:38.

Im Finale mussten sich die Wolnzacher dem stark besetzen Team aus Herzogenaurach mit 40:55 geschlagen geben.

Neuzugang Maischak fand, dass die Wolnzacher sich immer mehr zu einer Einheit entwickeln, aber noch Zeit für den Findungsprozess brauchen. "Wir legen allerdings immer einen hohen Standard an uns an und sind somit ständig gefordert. Deshalb haben wir auch in Sachen Intensität und Konzentration Fortschritte gemacht."