Spektakulärer Treffer: Martin Schön (links) traf nicht nur fünfmal beim Erfolg der SpVgg Kammerberg in Rohrbach, beim Treffer zuim 8:2-Endstand ließ er TSV-Keeper Marco Ziegelmeier per Seitfallzieher auch keine Chance.
Spektakulärer Treffer: Martin Schön (links) traf nicht nur fünfmal beim Erfolg der SpVgg Kammerberg in Rohrbach, beim Treffer zuim 8:2-Endstand ließ er TSV-Keeper Marco Ziegelmeier per Seitfallzieher auch keine Chance.
Stolle
Rohrbach

So hatte sich der TSV seinen Samstagnachmittag mit Sicherheit nicht vorgestellt. Und viel schlimmer: Selbst in der ersten Halbzeit hatte es noch nicht nach solch einer hohen Niederlage ausgesehen: Zwar gingen die Gäste aus Kammerberg bereits in der fünften Minute durch Christian Schmeizl in Führung gegangen, der TSV aber kämpfte sich zurück. Nach einer Freistoß-Flanke von Moritz Schapfl konnte Gäste-Keeper Stefan Fängewisch den Ball nicht festhalten, Michael Humbach staubte zum 1:1 ab (25.). Nur zwei Minuten später setzte Dominik Kaindl einen Freistoß direkt in die Maschen. 2:1-Führung nach etwas weniger als einer halben Stunde – zu dieser Zeit war noch alles in Ordnung aus Rohrbacher Sicht. Das Unheil begann dann aber schon in der 37. Minute: Der TSV spielte eine Drei-gegen-Drei-Sitaution zu ungenau aus, im Gegenzug konterten die Gäste zum 2:2, für Martin Schön sollte es nicht das letzte Tor an diesem Tag sein. Praktisch mit dem Pausenpfiff sorgte Schmeizl nach einem Fehler in der TSV-Defensive für die erneute Gäste-Führung. „Zu dieser Zeit war das natürlich ärgerlich. Aber das Spiel war offen“, erklärte Rohrbachs Co-Trainer Michael Humbach. Doch anstatt nach der Pause auf den Ausgleich zu drängen, kam es knüppeldick für den TSV: Christian Franke verlängerte den Ball in der 54. Minute praktisch ins eigene Tor, Markus Zacherl drückte die Kugel letztlich zum 4:2 über die Linie. Danach begann die Show von Gäste-Stürmer Martin Schön. In der 65. Minute profitierte er von einem Fehlpass von TSV-Torwart Marco Ziegelmeier, der das Spiel schnell machen wollte, Schön den ball aber in den Fuß spielte, der zum 5:2 traf. „Da kam dann das Eine zum Anderen“, erklärte Humbach. In der Folge erzielte Schön nur wenige Minuten später noch das 6:2 (69.). „Da hat man schon gemerkt, dass die Köpfe hängen. Da versucht man dann, das Spiel einigermaßen über die Runden zu bringen. Aber uns ist dann nicht einmal das gelungen“, so Humbach. Denn Schön traf auch zum 7:2 (71.). Den Schlusspunkt setzte er dann sechs Minuten vor dem Ende mit einem sehenswerten Seitfallzieher – sein fünftes Tor an diesem Tag und gleichzeitig der Treffer zum 8:2-Endstand.

„Es gibt keine richtige Erkenntnis, es ist schwierig zu erklären. Ich glaube nicht an die falsche Einstellung“, betonte Humbach. „Das war sicher kein übermächtiger Gegner. Aber vielleicht war das noch einmal ein Weckruf, dass es gegen kein Team leicht ist. Der Blick geht aber schon wieder nach vorne.“

 

TSV Rohrbach: Ziegelmeier, Thoma, Lux, Franke, Mete (56. Duchale), Federl, Kaindl, Mößnang (63. Gyabaah), Humbach, Schapfl, Mack (78. van Baal). – Tore: 0:1 Schmeizl (5.), 1:1 Humbach (25.), 2:1 Kaindl (27.), 2:2 Schön (37.), 2:3 (Schmeizl (45.), 2:4 Zacherl (54.), 2:5 Schön (65.), 2:6 Schön (69.), 2:7 (71.), Schön (84.). – Schiedsrichter: Fridolin Angerer. – Zuschauer: 50.