Pfaffenhofen: DJK Ingolstadt und Hohenwart dominieren
Aufsteiger unter sich: Abdulhamit Zorlu (rechts) vom Türkischen SV Pfaffenhofen behauptet den Ball gegen Tegernbachs Fabian Langenecker. Beide Vereine bangen um den Klassenerhalt. - Foto: Holscher
Pfaffenhofen

Kreisklasse 2

 
DJK Ingolstadt (1. Platz): „Wir haben die beste Abwehr und den besten Sturm“, freut sich Trainer Michael Dittenhauser, der mit der DJK in der vergangenen Saison erst in der Aufstiegsrelegation scheiterte. Seine Mannschaft spiele in der aktuellen Saison nicht immer den ansehnlichsten Fußball, aber den effizientesten. „Mich ärgert nur das 0:0 gegen Hohenwart, das war unnötig“, ergänzt er. Insgesamt habe die junge Mannschaft aber einen enormen Sprung nach vorne gemacht.

TSV Hohenwart (2.): Neben der herausragenden sportlichen Situation gab es einen weiteren Grund zur Freude – Spielertrainer Roland Baumgärtner verlängerte seinen Vertrag um ein weiteres Jahr. „Er passt einfach gut in den Verein“, sagt der stellvertretende Abteilungsleiter Thomas Schweiger. Auf dem Platz rief die Baumgärtner-Elf konstant ihre Leistung ab und konnte auch enge Spiele meistens für sich entscheiden. Offensiv traf der TSV oft genug (38 Treffer), defensiv stimmte die Zuordnung vor Torwart Michael Petz fast immer.

TSV Wolnzach (3.): Insgesamt ist Spielertrainer Karl Reisinger mit der 27-Punkte-Ausbeute seiner Elf zufrieden. Als einziges Team konnte der TSV den Tabellenführer DJK Ingolstadt schlagen. „Bei den Niederlagen kurz vor der Winterpause haben wir aber gesehen, wo wir ansetzen müssen“, sagt Reisinger und erwähnt die Defensivarbeit sowie die konditionelle Verfassung. Wolnzach spielte nur einmal zu Null, was nicht der Anspruch eines Spitzenteams sein kann. „Vorne waren wir aber immer mutig und konnten Rückstände drehen.“

FC Grün-Weiß Ingolstadt (4.): Die Spielweise der Grün-Weißen ist ausgewogen, vielen Toren (41) stehen nur 16 Gegentreffer gegenüber. Allerdings ließ das Team von Spielertrainer Sinan Albayrak schon einige Punkte liegen und so beträgt der Rückstand auf den Aufstiegs-Relegationsplatz schon acht Punkte. Nutzt die Offensive um Gökhan Seker ihre Chancen ab dem Frühjahr konsequenter, ist dem Team der Sprung nach oben aber zuzutrauen.

SV Hundszell (5.): Hundszells Entwicklung verlief nach dem fünften Spieltag wie im Bilderbuch. Der SVH hatte zunächst nur einen Punkt auf dem Konto, dann spielte sich die Elf von Christian Schmucker in einen Rausch und kletterte bis auf Rang fünf mit zwei Partien weniger. „Am Anfang war es schwer, wir hatten einen Aderlass von sechs Spielern, die uns verlassen hatten. Dann aber hat die Mannschaft die richtige Reaktion gezeigt und sich immer als Einheit präsentiert.“

MTV Pfaffenhofen (6.): Mit vier Siegen vor der Winterpause arbeitete sich Pfaffenhofen in der Tabelle nach vorne, sogar in Wolnzach konnte die Elf von Spielertrainer Dominic Wagner mit 2:0 gewinnen. Dies war allerdings der einzige Sieg gegen ein Spitzenteam. „Wir hatten schon das Ziel, die Top-Teams in dieser Saison etwas mehr zu ärgern. Das ist uns leider zu selten gelungen. Aber wir haben mehr Punkte als zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison gesammelt, also bin ich zufrieden“, so Wagner.

TSV Lichtenau (7.): Lichtenau startete stark und wurde von einigen schon wieder als Titelkandidat gesehen. Aufgrund von verletzungsbedingten Kaderumstellungen fiel die Mannschaft aber ins Mittelfeld ab. „Unser Kader war von Beginn an dünn. Es gab deshalb kaum Konkurrenzkampf“, trauert Spielertrainer Martin Groh einigen verpassten Punkten nach.

SV Manching II (8.): Manching war vor der Saison Titelkandidat und bestätigte seine Rolle auch bis zur Hälfte der Hinserie. „Wir haben stark angefangen, dann aber auch genauso stark nachgelassen“, fasst Trainer Cenker Oguz die bisherige Saison zusammen. Spielerisch gilt seine Elf als eine der Stärksten der Liga, im Abschluss dafür oft als zu überhastet. „Manchmal hat uns auch das Pech verfolgt.“ Mit der momentanen Platzierung sind der Trainer und die Mannschaft nicht zufrieden, allen ist bewusst, dass Luft nach oben ist.

MTV Ingolstadt (9.): Lange sah es so aus, als würde der MTV Ingolstadt nach dem Aufstieg direkt wieder absteigen und dabei kaum eine Chance haben. Mit zehn Punkten aus den letzten fünf Spielen vor der Winterpause konnte sich die Elf von Spielertrainer Sandi Gusic aber etwas Luft verschaffen und hat nun acht Zähler Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz.

TSV Rohrbach II (10.): Rohrbach II zeigte teils ansehnlichen Fußball, ließ aber die Effizienz vermissen. Vor allem gegen die direkten Konkurrenten wie Irsching-Knodorf (2:2) wurde zu wenig gepunktet. „Die Mannschaft hat den Willen und die nötige Moral. Wir müssen aber die Balance zwischen schönem Fußball und dem effizienten Torabschluss finden“, sagt Spielertrainer Michael Schrätzenstaller.

FC Hettenshausen (11.): Der FCH verlor vor der Saison mit Benedict Geuenich (FSV Pfaffenhofen) und Andreas Pfab (Knieverletzung) zwei Leistungsträger, was sich auch im Torverhältnis widerspiegelt. Mit nur 15 Treffern hat Hettenshausen die zweitschlechteste Offensive nach Tegernbach. Vier Siege aus 14 Partien sind ausbaufähig, immer wenn dem FCH aber das Abrutschen in den Tabellenkeller drohte, fuhr die Elf von Spielertrainer Dominik Singer einen Sieg ein. Bester Torschütze ist Dominik Lux (vier Treffer).

FC Tegernbach (12.): Tegernbach überwintert auf dem Abstiegs-Relegationsplatz, die Verantwortlichen können damit aber leben. Einzig die Derby-Niederlage gegen den MTV Pfaffenhofen (0:6) ist den Verantwortlichen negativ im Gedächtnis geblieben. In der bisherigen Spielzeit konnte Trainer Ignaz Seitle nur selten die gleiche Startformation bringen. In der Rückrunde kehren aber einige eingeplante Stammkräfte aus Urlaubssemestern zurück. „Dann werden wir vor allem nach vorne mehr Möglichkeiten haben“, sagt der Vorsitzende Paul Nadelstumpf.

Türkischer SV Pfaffenhofen (13.): Offensiv erarbeiteten sich die Pfaffenhofener einige Chancen, auch bei Standards war der TSV durch Abdulhamit Zorlu gefährlich. 24 Treffer sind in Ordnung, 40 Gegentreffer aber der zweitschlechteste Wert der Liga. Neu-Trainer Abdullah Zorlu möchte vor allem für eine bessere Balance sorgen.

SV Irsching-Knodorf (14.): Der Aufsteiger konnte in 14 Spielen noch keinen Sieg einfahren. Spielertrainer Markus Mayr hat seiner Mannschaft eine defensive Grundordnung auferlegt, die aus immer wieder wechselndem Personal besteht. Der kleine Kader des Aufsteigers ist eines der Hauptprobleme der Mayr-Elf. Das rettende Ufer ist schon 14 Punkte entfernt.

 

Kreisklasse 3

 

TSV Jetzendorf II (12.): Jetzendorfs Reserve steckt voll im Abstiegskampf. Für Spielertrainer Albert Breitsameter hat seine Mannschaft die Freisinger Kreisklasse vermutlich etwas unterschätzt. „Die ersten fünf Mannschaften sind absolute Spitzenteams mit hochklassigen Spielern. Da ist es immer schwer, gegen sie zu bestehen“, erklärt er. Die Gründe für das bisher schwache Abschneiden liegen beim TSV unter anderem in der Personalmisere. „Der Kader ist zu klein, dadurch gibt es wenig Konkurrenzkampf.“ Auch die Trainingsbeteiligung war mangelhaft.

FC Schweitenkirchen (14.): Der FCS steht wieder einmal mit dem Rücken zur Wand. „Wir kennen die Situation ja mittlerweile. Wir stehen aber nach wie vor voll und ganz hinter der Mannschaft und ich bin überzeugt, dass wir uns noch da unten herauskämpfen“, sagt Abteilungsleiter Baris Basaran. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer. Personell gibt es Veränderungen: Severin Reinmoser kehrt zum SC Kirchdorf zurück. Stefan Humbach hat sich zum FSV II verabschiedet. Eine Einigung der Vereine ist aber noch nicht vermeldet worden.

 

Kreisklasse Aichach

 

FC Gerolsbach (6.): „Natürlich haben wir uns etwas mehr ausgerechnet“, gibt Gerolsbachs Spielertrainer Marco Bläser zu. In den Spitzenspielen hätte seiner Elf aber die Konzentration, Konsequenz und auch Glück gefehlt. „Aber wir bleiben dran und gehen motiviert in die restliche Spielzeit.“ Zu- oder Abgänge gibt es beim FCG nicht.