Frank Stolle
Jetzendorf

Allerdings sah es lange danach aus, als würden die Jetzendorfer erneut ohne Sieg bleiben, denn Reisner traf erst in der 89. Minute zum 2:1. „Natürlich bin ich erleichtert. Der Druck ist jetzt erst einmal weg“, erklärte TSV-Trainer Tarik Sarisakal nach der Partie. Der Sieg sei für die Moral wichtig gewesen. „Die Jungs haben gesehen, dass sie auch gewinnen können, wenn sie so viele Chancen vergeben.“

Denn wie schon in den ersten beiden Heimspielen war der TSV eigentlich spielbestimmend und hatte auch viele Torchancen, verpasste es jedoch, auch frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Dominic Reisner hatte nach Vorlage von Armin Lange bereits in der fünften Minute zum 1:0 getroffen und die Mannschaft so für eine gute Anfangsphase belohnt. Allerdings verpasste der Neuzugang nur wenige Minuten später schon das zweite Tor, auf der Gegenseite waren die Gäste dagegen eiskalt. Nach einem Abstimmungsfehler in der Defensive war Martin Angermeir alleine durch und schoss zum 1:1 ein (11.). Im Anschluss an den Ausgleich blieb Jetzendorf aber besser. Erneut Reisner und Benedict Geuenich hatten beste Chancen, den TSV wieder in Führung zu schießen – allerdings vergaben sie aus aussichtsreicher Position. „Das ist dann eben nervenaufreibend, wenn du eigentlich 4:1 führen könntest, aber es nur 1:1 steht. Da kannst du so ein Spiel dann auch verlieren“, meinte Sarisakal.

Fotostrecke: TSV Jetzendorf gegen SV N. Lerchenau 2:1

Seine Mannschaft machte auch in der zweiten Halbzeit das Spiel und erarbeitete sich weiterhin Chancen am Fließband. Lange per Kopf, erneut Reisner und auch Tobias Hänschke nach einem Eckstoß – sie alle ließen Möglichkeiten aus. Sogar einen indirekten Freistoß im Fünfmeterraum vergaben die Jetzendorfer zwei Minuten vor dem Ende. Spätestens da sah alles nach dem dritten 1:1-Unentschieden vor heimischem Publikum aus, doch Reisner setzte sich nach Lange-Vorarbeit gegen zwei Gegenspieler durch und drückte den Ball über die Linie. Zum Jubel – und vor allem zur Erleichterung – der Jetzendorfer. „Wir waren lauffreudiger und griffiger im Vergleich zur letzten Woche. Wir haben auch nicht so viele Fehler gemacht“, freute sich Sarisakal, fügte aber auch an: „Natürlich musst du am Ende froh sein, wenn du so spät noch gewinnst. Aber es war hochverdient.“

 

TSV Jetzendorf: Großhauser, Öttl, Hänschke, Haas, Oberhauser, Radlmeier (82. Beiz), Kurzhals, Geuenich (67. Tosun), B. Ertl (75. Dan. Reisner), Dom. Reisner, Lange. – Tore: 1:0 Dom. Reisner (5.), 1:1 Angermeir (11.), 2:1 Dom. Reisner (89.). – Schiedsrichter: Bernhard Gahr. – Zuschauer: 210.