Als neutraler Beobachter der U19 der JFG Neuburg musste ich das Interview mit den Aussagen des Trainers mit Verwunderung wahrnehmen. Meiner Meinung nach sind die Probleme der U19 hausgemacht. Konnte man in der vergangenen Saison mit einem Kader von 16 Spielern noch unbeschwert aufspielen, wird der künstlich erzeugte Leistungsdruck, durch einen Kader von 24 Spielern, eher zur Spielbremse. Hier wird wohl, nach außen hin, einem Profiverein nachgeeifert. Seltsamerweise werden Spieler, die man aus der Kreisliga holte, den Spielern, die den Aufstieg in die Landesliga ermöglicht haben, vorgezogen. Den Trainingseinheiten eines Kreisligaspielers gegenüber eines Bezirksoberligaspieler über die Jahre gesehen, fehlt es ohnehin. Von den Bezirksoberligaerfahrungen ganz abgesehen. Dies macht sich auch in der Spielanlage bemerkbar. Außerdem holte man Spieler, denen es ein ganzes Jahr an Spielerfahrung fehlt. Hier muss man sich dann nicht wundern, wenn es im Spiel klemmt. Würde man den Spielern, die dem Verein einen Landesligaaufstieg ermöglichten, das nötige Vertrauen schenken, so würde sich die U19 auch im oberen Drittel befinden. Bestes Beispiel hierzu ist der unerklärliche Einsatz des Keepers vom Jahrgang '96 zu Beginn der Saison. Ist der Landesligaaufstieg ja zum großen Teil dem Keeper vom Jahrgang '95, Matthias Kollar zu verdanken. Ich denke, hier fehlt es an der wünschenswerten Loyalität des Vereins gegenüber seinen altgedienten Spielern. Diese Loyalität aber wiederum wird von den Jungs dem Verein gegenüber gefordert.

Stefan Renn

Eichstätt