Karlshuld: Gegen den Ex-Trainer
Damals trug er noch Rot: Den Lovric, heute Co-Trainer beim FC Gerolfing, trifft am Samstag auf den SV Karlshuld. ‹ŒArch - foto: Mattick
Karlshuld

Als Lovric seinen Vertrag beim FCG unterschrieb, spielte dieser noch in der Landesliga. Es folgte jedoch der überraschende Abstieg in die Bezirksliga Oberbayern Nord und mit ihm dann sogar der Absturz in die Kreisliga - deshalb kommt es nun zum Aufeinandertreffen der beiden Vereine. Dabei war der Mittelfeldakteur mit dem Ziel nach Gerolfing gewechselt, noch einmal so hochklassig wie möglich zu spielen - er wollte seinen Anspruch auf weitere Nominierungen für die Deutsche Polizeinationalauswahl untermauern. "Jetzt ist es halt so, wie es ist", sagt er gutgelaunt. Denn obwohl der ehemalige Regionalligaspieler aktuell nur noch auf Kreisebene kickt, verzichtet der Auswahltrainer nicht auf seine wertvollen Dienste. Der Gesetzeshüter hat erst kürzlich Einladungen für die Vorbereitungscamps in Bremen Ende September und Anfang Oktober erhalten. Dort bereitet sich der 27-Jährige gemeinsam mit den besten Polizeifußballern Deutschlands auf das Qualifikationsspiel am 19. Oktober in Hannover gegen Russland vor. Ziel ist die Teilnahme an der Europameisterschaft 2018 in Frankreich. Beim letzten Test hatte Lovric eine überragende Leistung gezeigt, die er mit dem Siegtor für das deutsche Team krönte (wir berichteten).

"Der Trainer weiß, was er an mir hat. Und durch Zusatztraining versuche ich, auf das geforderte Niveau zu kommen", berichtet der Gerolfinger Co-Trainer, der am vergangenen Wochenende bei der ersten Niederlage seines Teams (2:4 gegen den FC Sandersdorf) aus privaten Gründen fehlte. Beim 0:0-Unentschieden zum Auftakt gegen den FC Hitzhofen, der Nullnummer gegen den SV Wackerstein-Dünzing und dem 3:2-Sieg gegen den Türkisch SV Ingolstadt stand der in Großmehring wohnhafte Fußballer über die komplette Spielzeit auf dem Platz und dirigierte seine Mitspieler. "Die ersten beiden Duelle gegen die Aufsteiger hätten wir locker gewinnen müssen, so viele Chancen wie wir hatten", sagt er und meint: "Wir sind eine junge Truppe, die noch Zeit braucht. Wenn wir aber komplett sind - zurzeit fehlen immer noch ein paar Urlauber - dann denke ich schon, dass wir vorne mitspielen können."

Die Entwicklung seines ehemaligen Vereins hat Lovric selbstverständlich verfolgt. "Mit Dennis Auerhammer, Thomas Bahlmann, Aleksandar Dmitrovic und Sebastian Stegmeir haben sie in der Sommerpause gestandene Spieler verloren, die man nicht so ohne weiteres ersetzen kann. Jetzt ist die Truppe ein zusammengewürfelter Haufen, der sich erst noch finden muss", sagt er. Trotz des großen Aderlasses habe er aus seiner Zeit in Karlshuld noch gute Verbindungen und viele Freunde im Verein. "Wir werden uns nach dem Spiel im Sportheim gemütlich zusammensetzen. Das haben wir schon ausgemacht", verrät Lovric.

Wer dann auf den Sieg anstoßen darf, wird sich in den 90 Minuten davor zeigen. "Ich hoffe, dass wir unseren Schwung vom ersten Saisonsieg mit in diese Partie nehmen können und nicht leer ausgehen", sagt SVK-Trainer Peter Krzyzanowski. Beim 3:1-Erfolg gegen den TSV Hohenwart hatte David Ibraimovic alle drei Tore geschossen. Für den 29-Jährigen ist es übrigens ebenfalls kein gewöhnliches Spiel, da auch er auf seinen Ex-Verein trifft. Ibraimovic lief für den FCG in der Landesliga-Saison 2013/14 in 16 Spielen auf. Und auch Patrick Palfy kehrt zu den Wurzeln zurück: Er spielte einst für die Gerolfinger Jugend. Es wird also ein Wiedersehen vieler ehemaliger Bekannter.