Neuburg: Gastgeber sind nicht zu schlagen
Ein starkes Comeback nach Verletzungspause hat Benedikt Büchler (großes Bild) hingelegt. Der 17-Jährige platzierte sich fast immer auf dem obersten Stockerlplatz beim Adventsschwimmen des TSV Neuburg. Auch bei der 45. Ausgabe am vergangenen Sonntag kamen zahlreiche Vereine der Einladung zum Traditionswettbewerb nach. - Fotos: L. Degmayr
Neuburg

Während zu dieser Jahreszeit die meisten Menschen an Plätzchen backen und die Weihnachtseinkäufe denken, verfolgt die Schwimmabteilung des TSV Neuburg einen deutlich sportlicheren Gedanken: Am vergangenen Sonntag fand im Hallenbad Neuburg - wie immer pünktlich am Ersten Advent - das Neuburger Adventsschwimmen statt. 14 Vereine aus der Region sowie eine Mannschaft aus Italien traten zur 45. Auflage der Veranstaltung an und kämpften um die Platzierungen.

Insgesamt erfolgten beinahe 100 Starts in den bekannten Disziplinen Brust, Kraul, Schmetterling und Rücken sowie der Lagen-Disziplin, in der die Sportler alle vier Schwimmstiele hintereinander absolvieren. Einer, der in allen fünf Wettbewerbsarten antrat, ist Benedikt Büchler. Der 17-Jährige gilt laut Abteilungsleiter Maximilan Treß als aufstrebendes Talent, was seine Bronzemedaille bei den Bayerischen Meisterschaften 2016 auf den 100 Metern Lagen verdeutlicht.

Seit 2011 trainiert Büchler, der sich gerade in der Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker befindet, im Schwimmverein. Seine Arbeit schränkt ihn jedoch nicht bei den Trainingseinheiten ein: "Es war mir wichtig, dass mein Beruf mir noch genügend Freizeit für den Sport lässt. Und das ist der Fall", sagt Büchler. Krankheitsbedingt konnte er 2017 bisher an keinem Wettkampf teilnehmen, weswegen die Vorfreude auf das Adventsschwimmen natürlich noch größer war. Mit insgesamt vier Goldmedaillen bewies er sein Talent und konnte sich zudem besonders über die Medaillen freuen, schließlich war in der Mitte des Edelmetalls ein Bild von ihm zu sehen - Büchler hatte als Vorbild gedient.

Auch zum Höhepunkt des Tages, der Mixed- Staffel über 50 Meter, trat Benedikt Büchler an. Gemeinsam mit Mathias Gah, Jasmin und Rene Rebele, Bettina Schiele und Patricia Geier bildete er die Top-Mannschaft des TSV Neuburg. Beinahe wäre es die nächste Goldmedaille für ihn geworden, in einem spannenden Kampf setzte sich der Polizei SV Eichstätt jedoch mit einer halben Sekunde Vorsprung gegen die Neuburger durch.

Auch wenn es mit dem ersehnten Sieg nicht klappte, fiel das Ergebnis für den TSV Neuburg gut aus. Mit insgesamt 72 mal Edelmetall, die Hälfte davon Gold, setzte man sich nach dem etwas enttäuschenden dritten Platz im vergangenen Jahr wieder an die Spitze des Medaillenspiegels und holte ganze zehn Medaillen mehr als im Vorjahr.

Der Blick in die Zukunft stimmt Abteilungsleiter Maximilian Treß derweil optimistisch: "Wir haben eine gute Nachwuchsarbeit und seit diesem Jahr auch endlich genügend Trainer, vornehmlich unsere älteren Athleten, die vor allem unsere jüngeren Schwimmer betreuen. Das ist in der heutigen Zeit, in der das Ehrenamt immer mehr an Wert verliert, nicht selbstverständlich. Wir wollen unserem Nachwuchs nämlich gute Trainingsbedingungen bieten."