Der Mann für gewisse Situationen: Glerdis Ahmeti (Mitte) hat mittlerweile eine sensationelle Trefferquote bei Elfmetern. Zwölf Tore hat der 22-Jährige aktuell für den VfR Neuburg erzielt, sieben davon waren Strafstöße vom Punkt aus, keine Chance hat dabei er vergeben.
Der Mann für gewisse Situationen: Glerdis Ahmeti (Mitte) hat mittlerweile eine sensationelle Trefferquote bei Elfmetern. Zwölf Tore hat der 22-Jährige aktuell für den VfR Neuburg erzielt, sieben davon waren Strafstöße vom Punkt aus, keine Chance hat dabei er vergeben.
Foto: R. Lüger
Tapfheim
Bezirksliga Schw. NordnSV Donaumünster-Erflingshofen - VfR Neuburg 3:4: "Es war unbefriedigend, dass wir drei Gegentreffer gekriegt haben", sagte VfR-Co-Trainer Alexander Egen gestern nach der Auswärtspartie beim SV Donaumünster-Erflingshofen. Sein Team hatte bei den Kickern aus der Gemeinde Tapfheim bereits mit 3:0 geführt, es aber verpasst, frühzeitig den Deckel auf die Partie zu machen. Und so kamen die Hausherren doch noch auf 3:4 heran. Letztlich war die Sieg aber nicht in Gefahr, da die letzte Torchance dem VfR Neuburg vorbehalten blieb, diese aber nicht mal genutzt wurde.

"Wir haben gleich losgelegt wie die Feuerwehr. Die Gastgeber wussten nicht mal, was los war", beschrieb Egen die Anfangsphase der Partie stolz. Und so war es kaum verwunderlich, dass der Tabellenzweite bereits nach zehn Minuten mit 1:0 in Führung ging. Ray Bishop hatte den Ball erobert und schoss direkt aufs Tor. SVD-Keeper Hendrik Massink konnte den Ball nur prallen lassen. Das Spielgerät landete genau vor den Füßen des Neuburger Kapitäns Sebastian Habermeyr, der den Ball nur noch in die Maschen zu schieben brauchte (10.). Das 0:2 fiel bald darauf nach einem Konter über fünf Stationen, an dessen Ende wieder Bishop am Ball war, diesmal aber quer legte und den mitgelaufenen Rainer Meisinger bediente, der den zweiten Treffer des Tages erzielte (13.). "Beim 3:0 für uns war es genau andersherum", berichtete Co-Trainer Egen. "Diesmal haben Alexander Müller und Sebbi Habermeyr tolle Vorarbeit geleistet und zu Rainer Meisinger gepasst. Der hat dann Ray gesucht und gefunden und, zack, der Ball war drin." Bis zu diesem Zeitpunkt habe der VfR Neuburg die Partie völlig im Griff gehabt und den Gastgebern nicht erlaubt, ihr Spiel aufzuziehen. Beinahe hätten die mitgereisten VfR-Fans unter den 100 Zuschauern das 0:4 bejubeln können, Alex Müller scheiterte aber nach einem Konter am Torwart der Hausherren (40.). Durch Johannes Gruber kam der SV Donaumünster-Erlingshofen stattdessen zum 1:3-Anschlusstreffer (45.+1).

"Christian (Cheftrainer Krzyzanowski, d. Red.) und ich haben der Mannschaft gesagt, dass Donaumünster in der zweiten Halbzeit alles versuchen wird. Für die geht es ums Überleben in der Bezirksliga", berichtete Egen von der Unterredung in der Kabine.

Und tatsächlich: Der Tabellenneunte schaffte in der 53. Minute bereits den nächsten Anschlusstreffer zum 2:3: Nach einem Einwurf auf der linken Seite war Moritz Förg sträflich alleingelassen worden und hatte keine Mühe, den Ball im langen Torwarteck zu platzieren. VfR-Schlussmann Philipp Mayr sei dabei - wie bei allen Gegentreffern - machtlos gewesen. "Es ist schade für ihn. Eigentlich hatte er den ganzen Tag nichts zu tun und bei den Gegentoren hat ihn die Vordermannschaft im Stich gelassen. Er konnte nie was dafür", sagte Co-Trainer Egen.

Trotz des Rückschlags blieb der VfR am Drücker. Aber Stefan Klink mit einem Kopfball sowie Rainer Meisinger und Ray Bishop, die den Ball beide über das Tor schossen, wollte zunächst kein Treffer gelingen. Dann kam die 80. Spielminute. Der kurz zuvor für Bishop eingewechselte Glerdis Ahmeti trat einen Freistoß aus 18 Metern Entfernung zum Tor - und ein SVD-Kicker in der Mauer hob die Hand und berührte das Spielgerät. Schiedsrichter Moritz Rohn gab zurecht einen Elfmeter, den Ahmeti zum 2:4 verwandelte - sein siebtes Elfmetertor im siebten Versuch. In der dritten Minute der Nachspielzeit hatte Achim Schreiber freie Schussbahn und verkürzte abermals, es stand nun 3:4. Die letzte Chance der Partie konnte Ahmeti für den VfR Neuburg nicht zum 3:5 nutzen.

Die Voraussetzungen für das Spitzenspiel am kommenden Samstag könnten nach der gestrigen Partie der Neuburger nicht besser sein. In fünf Tagen haben die Lila-Weißen den Spitzenreiter der Bezirksliga Schwaben Nord zu Gast. Da der TSV Gersthofen seine Heimpartie am Freitag mit 0:1 gegen den TSV Rain II verloren hat, ist der Abstand der Neuburger nun so klein wie noch nie: Nur ein Punkt trennt sie vom Spitzenreiter. Mit eingerechnet muss dabei natürlich werden, dass der TSV Gersthofen - wie das Gros der Bezirksliga-Teams - bereits 25 Saisonspiele absolviert hat, der VfR Neuburg dagegen erst 23. "Der Druck liegt ganz klar bei Gersthofen", sagte VfR-Co-Trainer Alex Egen. Er hoffe, dass am kommenden Samstag eine stattliche Zuschauerkulisse einen würdigen Rahmen für das Topspiel bieten werde.

VfR Neuburg: Mayr, Stegmeir, Uhle (62. Redl), Labus, Bader, Riedelsheimer, Müller, Meisinger, Bishop (74. Ahmeti), Habermeyr, Heckel. - Tore: 0:1 Sebastian Habermeyr (10.), 0:2 Rainer Meisinger (13.), 0:3 Ray Bishop (34.), 1:3 Johannes Gruber (45.+1), 2:3 Moritz Förg (53.), 2:4 Glerdis Ahmeti (80./Foulelfmeter), 3:4 Achim Schreiber (90.+3). - Schiedsrichter: Moritz Rohn (FC Bayern München). - Zuschauer: 100.