Unsanfte Landung nach fünf Spieltagen: Majkl Makalic (unten) und der SC Rohrenfels stehen bislang ohne Punkte auf dem letzten Tabellenplatz.
Unsanfte Landung nach fünf Spieltagen: Majkl Makalic (unten) und der SC Rohrenfels stehen bislang ohne Punkte auf dem letzten Tabellenplatz.
Mattick
Rohrenfels
Dies soll jedoch am Wochenende geschehen, wenn die Rohrenfelser beim SC Ried zu Gast sind. Anpfiff in Ried ist am Sonntag um 15 Uhr.

Nach fünf Spieltagen in der Kreisklasse Neuburg lässt sich durch das aktuelle Tabellenbild eine gute Übersicht über das momentan Kräfteverhältnis innerhalb der Liga verschaffen. So wird der SV Echsheim-Reicherstein weiterhin seiner Favoritenrolle gerecht und kann bisher eine maximale Ausbeute von 15 Punkten aufweisen. Die Verfolger FC Rennertshofen, SV Steingriff und TSV Burgheim (alle je zwölf Punkte) konnten ebenfalls einen gelungenen Saisonstart für sich verbuchen, wobei Aufsteiger Steingriff zur bisherigen Überraschung der neuen Spielzeit avanciert. Auf Rang fünf folgt der von vielen als Mitfavorit um den Aufstieg gehandelte SV Klingsmoos, der wie die SpVgg Joshofen-Bergheim und der BSV Neuburg bisher neun Zähler vorweisen kann. Dahinter befindet sich der SV Grasheim mit sechs Punkten, gefolgt vom FC Staudheim und Kreisliga-Absteiger SV Straß mit vier Zählern. Knapp über dem Strich stehen derzeit der SC Ried und die zweite Mannschaft des SV Langenmosen (beide je drei Punkte). Den Relegationsplatz hat momentan der FC Illdorf mit zwei Zählern inne, Schlusslicht bleibt weiterhin der SC Rohrenfels mit null Punkten.

Auf den ersten Blick sieht die Bilanz des Tabellenletzten alarmierend aus: In fünf Spielen kein einziger Punkt, dazu ein Torverhältnis von minus 15. Diese Fakten liefern eine klare Aussage, möchte man meinen. Sieht man sich jedoch die bisherigen Gegner der Rohrenfelser an, so fällt auf, dass diese zum Auftakt ein echtes Mammutprogramm vor sich hatten: Mit Burgheim, Echsheim, Rennertshofen, Klingsmoos und dem BSV Neuburg befinden sich alle bisherigen Gegner des SCR unter den Top Sieben der aktuellen Tabelle. Daher sieht Trainer Helder Fernandes die momentane Lage nicht allzu dramatisch: „Klar ist es schlecht, so in die Saison zu starten, vor allem für das Selbstvertrauen. Als ich in der Vorbereitung dann auf den Spielplan geschaut habe, war mir direkt klar, dass die ersten Begegnungen ein richtiges Brett werden, was sich ja auch bestätigt hat“, sagt er. Sein größtes Problem seien die zahlreichen urlaubsbedingten Ausfälle gewesen, wodurch die Vorbereitung und die ersten Spiele mit einigen Akteuren der Reservemannschaft durchgeführt werden musste. „Dadurch war die Vorbereitung natürlich nicht optimal. Allerdings spielen wir auch nur in der Kreisklasse, von daher kann ich meinen Jungs nicht den Urlaub verbieten. Das muss man eben akzeptieren“, zeigt Helder Fernandes Verständnis. Trotz der vielen Ausfälle sieht der Trainer seine Mannschaft aber auf einem guten Weg: „Auch wenn wir gegen Rennertshofen verloren haben, war das ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn wir demnächst so spielen, dann kommen auch die ersten Punkte.“

An diesem Sonntag geht es für die Rohrenfelser gegen den SC Ried. Ein Gegner, der bisher ebenfalls hinter den Erwartungen zurückblieb und nur drei Plätze über Rohrenfels steht. „Hier treffen zwei unzufriedene Mannschaften aufeinander, da erwartet uns also ein richtiger Kampf. Wenn wir in Ried gewinnen, dann brennt dort die Hütte. Ich hoffe, uns gelingt das, denn wir müssen jetzt unsere ersten Punkte holen“, zeigt sich Fernandes angriffslustig. Ab dem 12. September sind dann auch die verblieben Urlauber wieder zurück und der Trainer kann aus dem Vollen schöpfen. Ein wichtiger Faktor für den Erfolg sei zudem Stürmer Rohat Isik, der im Sommer noch zu den Kickers Nürnberg gewechselt war, sich dort aber nicht zurecht fand und nach nur einem Monat wieder zu seinem Heimatvereins zurückkehrte. „Natürlich bin ich froh, dass ein Mann, der in der letzten Saison 15 Tore für uns gemacht hat, wieder da ist. Er ist ein absoluter Schlüsselspieler für uns“, betont Fernandes die Wichtigkeit seines Schützlings. Auf Isiks Tore wird es in dieser Saison auch ankommen, möchte der SC Rohrenfels das Ziel, Top-Zehn, nicht aus den Augen verlieren.