Neuburg: An Burgheim führt kaum ein Weg vorbei
Wer auf Philipp Stadler (rechts) wettet, kann fast nicht verlieren: Der Burgheimer Angreifer war in der vergangenen Saison mit 42 Treffern Chefkanonier der Kreisklasse Neuburg. ‹ŒArch - foto: S. Hofmann
Neuburg
  • Der Tabellenvierte der Vorsaison gilt heuer als großer Favorit auf den Meistertitel in der Kreisklasse. Nicht nur, dass der TSV Burgheim mit Harry Grimm einen echten Kenner der Liga als Trainer geholt hat. Sein Assistent Mathias Heckl (SpVgg Altisheim-Leitheim) bringt zusätzliche Kreisliga-Erfahrung mit. Zudem haben sich ehemalige Spieler Grimms dem TSV Burgheim angeschlossen - die Straßer Leistungsträger Markus Schiele, Michael Habermayr und Daniel Jester. Als Abgänge sind neben dem Trainer Peter Krzyzanowski (SV Karlshuld) die Spieler zu verzeichnen, die jener nach Burgheim gelotst hatte: Daniel Kourdy (SV Straß), Loti Morina, Rahman Dzinic und Alen Hadzic (alle SV Karlshuld). Ansonsten ist das Burgheimer Team zusammengeblieben, Torwart-Routinier Matthias Karmann hat sogar für eine weitere Saison zugesagt. Dass Angreifer Philipp Stadler (64 Treffer in den vergangenen beiden Spielzeiten) wieder für einige Tore gut sein wird, davon ist auszugehen.

DK-Prognose: Wer Meister werden will, muss Burgheim hinter sich lassen.

 

  • Beständigkeit scheint beim SV Grasheim in dieser Saison Programm zu sein. Das Team, das unter Trainer Christian Bolzer in der Vorsaison auf dem fünften Platz in der Abschlusstabelle gelandet war, hatte im Sommer mit Marcus Stadler (Karriereende) nur einen Abgang zu verzeichnen. Mit Fabian Fröhlich ist ein Eigengewächs nach einem Ausflug zur TSG Untermaxfeld zurückgekehrt, vom Nachbarverein kamen auch Bekim Bajrami und Raphael Bulgrin. Bolzer kann also kontinuierlich mit seiner jungen Truppe weiterarbeiten, im Tor ist Verlass auf den starken Tomas Ruhland.

DK-Prognose: Für den SV Grasheim ist auch heuer wieder ein Top-Fünf-Platz greifbar.

 

  • Ein erfahrener Trainer kehrt heim: Die SpVgg Joshofen-Bergheim hat mit Tobias Bauer als kickendem Übungsleiter ein Eigengewächs zu sich zurückgelotst. Der 33-Jährige übernimmt eine intakte Mannschaft, einen Großteil der Spieler kennt er noch von seinem ersten Engagement als Spielertrainer bei seinem Heimatverein. Mit Torjäger Fabian Fetsch (TSV Rain II) hat die Mannschaft aber eine wichtige Stütze in der Offensive verloren. Zwar hat die SpVgg nach der Vereinsfusion zwischen Unterstall-Joshofen und Bergheim immer noch einen großen Spielerpool zur Verfügung, dass aber heuer sogar die dritte Mannschaft in der B-Klasse Neuburg II im aufstiegsberechtigten Spielbetrieb antritt, macht es für die "Erste" nur schwerer, wenn die Verletzungszeit im Herbst beginnt.

DK-Prognose: Gut Ding will Weile haben. Wer die SpVgg unter den besten Fünf sieht, könnte enttäuscht werden.

 

  • Stillstand beim Tabellenachten der Vorsaison: Der FC Illdorf hat weder Zu- noch Abgänge für die kommende Spielzeit zu verzeichnen. Als Aufsteiger ist dem FCI in der zurückliegenden Spielzeit ein beachtliches Endergebnis gelungen. So verhältnismäßig leicht werden es die Mannen um Spielertrainer Reinhold Armbrust in dieser Saison aber nicht haben. Denn längst haben die meisten gegnerischen Teams ausgemacht, dass der FCI in der Offensive nur durch seinen Spielertrainer gefährlich werden kann.

DK-Prognose: Der FC Illdorf muss sich einen einstelligen Tabellenplatz heuer hart erkämpfen. Sollte Armbrust längere Zeit ausfallen, geht es gegen den Abstieg.

 

  • Nach der vergangenen Saison konnte man beim BSV Neuburg wohl nur halbwegs zufrieden sein. Nach der Trennung von Spielertrainer Andreas Mayr nach dem sechsten Spieltag (nur ein Sieg, fünf Niederlagen) hat es dessen Nachfolger Ralf Palfy zwar geschafft, den BSV Neuburg etwas zu stabilisieren - die ganz große Trendwende war das aber noch nicht. Den drei Abgängen Stephan und Christoph Fieber (beide SC Feldkirchen) und Marcel Lignon (FC Zell/Bruck) stehen drei Neuzugänge gegenüber: Martin Strnad (TV Münchsmünster), Pascal Fritsch (SpVgg Wellheim-Konstein II) und Georg Held (SC Feldkirchen) gehören nun zu Neuburgs Arbeiterverein. Gerade Letztgenannter kann eine echte Verstärkung sein, wenn er die Müdigkeit aus mehreren Jahren als B-Klassen-Spielertrainer aus den Knochen schütteln kann.

DK-Prognose: Der BSV Neuburg ist schwer einzuschätzen. Dass wieder bessere Zeiten einkehren, ist genauso wahrscheinlich wie ein bitterer Kampf gegen den Abstieg.

 

  • Der FC Rennertshofen hatte in der vergangenen Saison mit vielen verletzten Spielern zu hadern, die teils lange ausgefallen sind - Torjäger Bernhard Sauer fehlte über die gesamte Spielzeit. Der 25-Jährige ist aber zurück und wird sicher da weitermachen wollen, wo er vor über einem Jahr aufgehört hat: mit regelmäßigen Treffern. Genau das Fehlen jener Tore war das Hauptmanko des FC Rennertshofen in der zurückliegenden Saison. Unter der Regie von Trainer Tommy Mutzbauer, der ja vor über einem Jahr schon mal beim FCR ausgeholfen hatte und die Mannschaft somit bestens kennt, wird der Verein aus dem Landkreiswesten außerdem mit den Talenten Simon Pickard (TSV Rain II) und Tobias Kruber (JFG Neuburg) auflaufen.

DK-Prognose: Der FCR ist besser als Platz zehn aus der Vorsaison. Bleibt das Team von Verletzungen verschont, kann es einen Satz nach vorne machen.

 

  • Das durchschnittlich älteste Team der Kreisklasse Neuburg stellt der SC Rohrenfels - und das nicht erst seit heuer. Aber in dieser Saison könnte es der Truppe um Spielertrainer Helder Fernandes zum Verhängnis werden. Wo am Ende der vergangenen Saison noch der elfte Platz stand, könnte heuer, mit nur drei Zugängen und neun Abgängen - die meisten zur SCR-Reserve - bereits der Abstiegskampf drohen.

DK-Prognose: Der SC Rohrenfels muss bald einen Generationenwechsel vollziehen und die alten Leistungsträger durch jüngere Kicker ersetzen. Diese Saison wird eine Bewährungsprobe.

 

  • Der SV Klingsmoos hat aufgerüstet: Mit Josef Fischer (TSV Schiltberg) gibt es einen neuen Trainer, ebenfalls dazugestoßen ist dessen Assistent Markus Heilgemeir (FC Staudheim), der bereits in der Bezirksliga gekickt hat. Mit Semir Elezi (SV Straß) und Matthias Weber (VfR Neuburg) haben die Mösler noch dazu zwei gefährliche Angreifer bekommen, die das maue Torverhältnis von 41:66 aus der Vorsaison sicher stark ins Positive beeinflussen werden. Wie gut drauf die Klingsmooser bereits früh in der Saisonvorbereitung waren, bewiesen sie beim Donaumoos-Wanderpokal, bei dem sie es bis ins Viertelfinale geschafft haben.

DK-Prognose: Der SV Klingsmoos kann einen großen Sprung nach vorne machen, wenn das Team als geschlossene Einheit auftritt.

 

  • Die Frage, wie der SV Straß die brutale Bumerangsaison in der Kreisliga verkraftet hat, stellt sich nicht, denn das Team, das vor einem Jahr den Meistertitel in der Kreisklasse Neuburg geholt und anschließend so sang- und klanglos eine Etage höher untergegangen ist, besteht nicht mehr. Zehn Spieler haben den SVS in unterschiedliche Richtungen verlassen, geblieben ist nur eine Rumpftruppe der vergangenen beiden Jahre. Der wurde zwar mit Thomas Theiler ein ehrgeiziger Trainer zugeteilt und sein Assistent Daniel Kourdy ist auch kein Unbekannter. Unter den übrigen 15 Neuzugängen befindet sich aber kein bekannter Name.

DK-Prognose: Der SV Straß muss aufpassen, dass er nach der schwierigen zurückliegenden Saison nicht gleich noch eine Klasse weiter nach unten gerät.

 

  • Einen einzigen Abgang, Felix Metz (SV Straß), hatte der SC Ried im Sommer zu verzeichnen. Mit zehn Neulingen überwiegt die Gegenseite enorm - der Bezirksliga erfahrene Marco Weigl (VfR Neuburg) ist dabei der namhafteste Zugang. Spielertrainer Bastian Blabl hat mit dem Rieder Eigengewächs Moritz Bartoschek einen Co-Trainer zur Seite gestellt bekommen, der auf und neben dem Feld tatkräftig mit hinlangen soll.

DK-Prognose: Der SC Ried wird nach dem siebten Platz am Ende der vergangenen Saison den nächsten Schritt machen und ans Tor zu den besten fünf Teams klopfen.