Treffsicher: Robert Leipertz (rechts) hatte mit zwei Toren großen Anteil am 4:1-Auswärtssieg des FCI in Seligenporten.
Treffsicher: Robert Leipertz (rechts) hatte mit zwei Toren großen Anteil am 4:1-Auswärtssieg des FCI in Seligenporten.
Rimmelspacher
Ingolstadt

„Es war insgesamt ein verdienter Sieg, allerdings fällt er ein bis zwei Tore zu hoch aus“, resümierte FCI-Interimstrainer Roland Reichel nach der Partie. Er erklärte weiter: „Mit der ersten Halbzeit war ich unzufrieden, dahingegen haben die Jungs im zweiten Durchgang das gezeigt, was wir von ihnen sehen wollten.“

Von Beginn an entwickelte sich in der Oberpfalz ein munteres Spiel. Die erste Chance hatte dabei ein Ex-Ingolstädter. Mario Götzendörfer versuchte es mit einem Distanzschuss, verfehlte das Ziel aber knapp (9.). Dann waren die Schanzer am Zug. Zuerst scheiterte Patrick Hasenhüttl mit einem Kopfball an SV-Torwart Sebastian Kolbe (16.). Nur eine Minute später nutzen die Donaustädter einen Fehler im Spielaufbau der Gastgeber. Ryoma Watanabe spielte zu Leipertz, dessen Versuch wurde zunächst auf der Linie geklärt, den Nachschuss verwandelte der 24-Jährige aber zum 1:0 für die Gäste (17.).

Den Rückstand ließ der SVS nicht lange auf sich sitzen. Die FCI-Abwehr war bei einer Ecke unaufmerksam, und so stellte Pascal Schärtel per Kopf auf 1:1 (21.). „Uns hat in der ersten Hälfte die Dynamik im Spiel gefehlt“, haderte Reichel. Kurz vor der Pause hätte sich dies beinahe gerächt: Kevin Woleman kam nach einem Freistoß an den Ball und tauchte frei vor Torwart Fabijan Buntic auf. Dieser bewahrte jedoch die Ruhe und hielt mit einer Parade den 1:1-Halbzeitstand fest (44.).

Trainer Reichel reagierte zur Halbzeit und brachte mit Gianluca Rizzo und Amar Suljic für Patrick Hasenhüttl und Alexander Kogler zwei neue Offensivkräfte. Der FCI war mit Wiederanpfiff der Partie die spielbestimmende Mannschaft. Nico Reislöhner scheiterte mit einem Kopfball (52.), und Watanabe vergab die bis dato größte Möglichkeit der Schanzer. Er lief allein auf Keeper Kolbe zu, scheiterte jedoch am Schlussmann, der zur Ecke parierte (59.). Diesen Standard wussten die Oberbayern zu nutzen. Suljic kam im Gewühl an den Ball und bugsierte ihn zum 2:1 über die Torlinie (61.). „Es freut mich, dass mit Amar heute einer unserer Stürmer doppelt getroffen hat“, so sein Trainer. Kurz nach der Führung traf Leipertz den Pfosten (66.), und auch der eingewechselte Rizzo verfehlte in der 69. Minute mit einem Versuch von der Strafraumgrenze knapp. „Wir haben im zweiten Durchgang viel aggressiver gespielt und uns die Tore so verdient“, beschrieb Reichel. Da es der FCI aber verpasste, einen Schlussstrich unter die Partie zu ziehen, kamen die Hausherren noch zu einigen Chancen, scheiterten aber an Torwart Buntic. Sowohl in der 73. gegen Sven Seitz als auch in der 79. Minute gegen Raffael Kobrowski war der Ingolstädter Schlussmann Sieger. „Irgendwann musste der SVS hinten aufmachen und alles nach vorn werfen. Das haben wir ausgenutzt“, so der 52-jährige Reichel. In der 87. Minute fiel die Entscheidung: Watanabe bediente Leipertz, und dieser hob den Ball über Sebastian Kolbe hinweg zum 3:1 ins Tor. Mit dem Schlusspfiff durfte dann auch Suljic noch einmal jubeln und traf durch einen Schuss aus 20 Metern zum 4:1 (90.+3).

FC Ingolstadt: Buntic - Reislöhner, Kotzke, Gerslpeck, Pöllner - Gashi - Kogler (46. Suljic), Watanabe, Senger (82. Jalinous) - Leipertz, Hasenhüttl (46. Rizzo). – Tore: 0:1 Leipertz (17.), 1:1 Schärtel (21.), 1:2 Suljic (61.), 1:3 Leipertz (87.), 1:4 Suljic (90.+3). – Schiedsrichter: Berg (Landshut). – Zuschauer: 164.