Den nächsten Dreier im Blick: Nach fünf Siegen in Serie steht der FC Ingolstadt II in der Regionalliga auf Tabellenplatz zwei.
Den nächsten Dreier im Blick: Nach fünf Siegen in Serie steht der FC Ingolstadt II in der Regionalliga auf Tabellenplatz zwei. Nun wollen sich Amar Suljic (vorn) und die Schanzer auch im Gastspiel beim Topteam 1. FC Schweinfurt nicht verstecken.
Rimmelspacher
Ingolstadt

Laut FCI-Trainer Ersin Demir wollen die Ingolstädter "auch dort etwas mitnehmen. Natürlich ist die Stimmung momentan sehr gut. Die Jungs haben sich dieses Spitzenspiel verdient und wollen sich auch weiterhin für ihre guten Leistungen belohnen", berichtet Demir von den aktuellen Trainingseinheiten der Jungschanzer.

Nach dem achten Saisonsieg am vergangenen Samstag (5:1 gegen den FC Unterföhring) haben sich die Donaustädter erstmals am 1. FC Schweinfurt vorbeigeschoben. An Überheblichkeit leiden die Schützlinge des 39-jährigen Ur-Schanzers dennoch nicht. "Wie haben eine gute Mischung in der Mannschaft und auch alte Hasen dabei, die den Jungs klarmachen, dass sie nicht nachlassen dürfen", berichtet Demir.

Die aktuelle Erfolgswelle sei schließlich neben den Punkten auch für die Außendarstellung der Talente hilfreich. "Es ist ganz einfach: Wenn man oben steht, zieht man immer mehr Aufmerksamkeit auf sich als am Ende der Tabelle. Das ist tolle Eigenwerbung für unsere Jungs." Sich zeigen dürfen Woche für Woche jedoch nur elf beziehungsweise maximal 14 Spieler. "Wir haben einen dichten Kader, der immer wieder einige Härtefälle produziert", meint Demir, der erklärt: "Auch wenn jemand gut trainiert, muss das nicht heißen, dass er in der Startelf oder überhaupt im Kader steht." Demir und sein Trainerteam würden dabei jedoch offen mit allem umgehen, da es "später im Profibereich nicht anders ist, das müssen alle wissen".

Um später überhaupt einmal im bezahlten Fußball anzukommen, arbeitet das Team der Ingolstädter Woche für Woche nach einem langfristigen Plan. "Wie jeder weiß, steht die Entwicklung der Jungs im Vordergrund, und auch wenn wir momentan gut dastehen, weichen wir davon nicht ab", erläutert der ehemalige Stürmer. Der kommende Gegner aus Franken verleitet Demir ebenso wenig dazu, seinen Plan zu ändern. Er wolle, dass seine Mannschaft "weiter unseren Fußball spielt".

Dennoch gebe es einige Dinge, auf die der FCI am Samstagnachmittag achten müsse. "Schweinfurt verfügt natürlich über eine Menge an Erfahrung." Neben dem Toptorjäger der Liga, Adam Jabiri, der bereits zehnmal zugeschlagen hat, besitze der FCS vor allem im Mittelfeld große Qualität. "Wir müssen es schaffen, Christopher Kracun aus dem Spiel zu nehmen. Zusammen mit Kevin Fery bildet er die Schaltzentrale bei Schweinfurt", warnt der Trainer des FCI.

Trotz des qualitativ hochwertigen Kaders der "Schnüdel" laufen sie momentan den eigenen Ansprüchen hinterher. Bereits in der Vorsaison kündigte Trainer Gerd Klaus an: "Wir wollen aufsteigen." Ein Plan, der zwar noch nicht gescheitert ist, aufgrund der Übermacht des TSV 1860 München momentan allerdings äußerst unwahrscheinlich erscheint. "Schweinfurt trainiert unter Profibedingungen und hat sich vor der Saison berechtigterweise Hoffnungen gemacht, in die 3. Liga aufzusteigen. Dass dann die Münchener in die Liga gekommen sind, machte das alles natürlich wesentlich schwieriger." Nichtsdestotrotz erwartet die Schanzer am Wochenende die viertbeste Offensive gepaart mit der drittbesten Defensive der Liga. Demir reist dennoch mit einem guten Gefühl an den Main: "Schweinfurt hat uns immer schon Spaß gemacht. Die Atmosphäre dort ist super, und wir fahren sicherlich nicht dorthin, um zu verlieren. Wir wollen auch aus Schweinfurt etwas mitnehmen."