Nürburg: Schnell im Regen
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Nürburg

Nachdem das zweite Rennwochenende des Audi-TT-Cups im Rahmen des 24-Stunden-Rennens bereits am Nürburgring stattgefunden hatte, gab es für die Piloten um den Lentinger Simon Wirth nun das zweite Gastspiel in der Eifel. Zum ersten Mal in dieser Saison wurde es für die Fahrer dabei nass, bereits zum freien Training am Freitag regnete es immer wieder stark. "Ich bin zwar noch nie im Regen gefahren, habe mich aber schnell gut zurechtgefunden", sagte Simon Wirth, der sein Premierenjahr in der Serie bestreitet. Der gebürtige Ingolstädter lag lange auf Rang zwei, nachdem die Konkurrenz aber fast durchgehend die verfügbaren Extra-PS abrief, wurde er noch auf Position elf durchgereicht. "Somit hat das Ergebnis nicht meinem wahren Speed entsprochen, das Grundgefühl war aber schon einmal gut", resümierte der 21-Jährige.

Doch am Samstag folgte dann die Enttäuschung: Das Qualifying startete wie das Training am Freitag zunächst im Nassen, worüber sich Wirth noch freute. Doch auf der nach und nach abtrocknenden Strecke fand er nicht den richtigen Reifendruck und somit keine Traktion bei den schwierigen Mischverhältnissen. Mit den Startplätzen 13 (Rennen eins) und zwölf (Rennen zwei) war er alles andere als zufrieden. Ähnlich dem vorangegangenen Rennwochenende in Zandvoort galt es also, in den Rennen wieder aufzuholen.

Im Samstagslauf waren die Fahrer bei noch trockener Strecke in weiser Voraussicht bereits auf Regenreifen in den Einführungsrunden unterwegs - was sich auszahlen sollte. Denn noch bevor die Lichter der Startampel erloschen, setzte der Regen wieder ein. Mit einem guten Start machte Wirth gleich ein paar Positionen gut und arbeitete sich mit schnellen Anfangsrunden weiter nach vorn. Doch auf Position acht liegend erhielt er eine diskussionswürdige Boxendurchfahrtsstrafe für ein als unfair gewertetes Überholmanöver. Auf Platz 15 zurückgespult ging die Aufholjagd von Neuem los. Doch Wirth ließ sich nicht beirren und kämpfte sich mit spannenden Zweikämpfen in der verbleibenden Rennzeit noch auf Rang sieben vor. "Der Speed für das Podium war, wie auch schon im zweiten Rennen in Zandvoort, wieder da. Deshalb hat das Ergebnis einen bitteren Beigeschmack", sagte er.

Das zweite Rennen startete erstmals an diesem Wochenende bei trockener Strecke. Ein Unfall in der ersten Runde und eine frühe Safety-Car-Phase verhinderten eine direkte Aufholjagd. Doch Wirth schob sich Stück für Stück nach vorne und beendete nach einem spektakulären Duell mit Fabian Vettel über die Hälfte der Renndistanz den Lauf auf Rang neun. "Wir hatten uns für dieses Wochenende viel vorgenommen, und es wäre auch an beiden Tagen mehr möglich gewesen. Es ist also ein nicht ganz gelungenes Wochenende für mich hier am Nürburgring", sagte der Lentinger.

An der Spitze der Gesamtwertung hat der Spanier Mikel Azcona seinen Aufschwung bestätigt und mit einem souveränen Doppelsieg die Führung übernommen. In rund zwei Wochen geht es nach Spielberg in Österreich zum Red-Bull-Ring. Es ist bereits die vorletzte Station im TT-Cup.