Mit einem Sieg gegen den Mitabsteiger wollten sich die Schanzer zumindest noch einmal an Platz neun herankämpfen, doch der erneut stark personalgeschwächte MTV leistete sich in den entscheidenden Phasen erneut zu viele Eigenfehler. Dabei legten die Hausherren zu Beginn bereits mächtig los und gewannen den ersten Satz furios mit 25:16. "Da haben wir den Gegner gleich mächtig überfahren", urteilte MTV-Trainer Rene Benz.

Doch der Schwung ließ nach. Im zweiten Satz wachte der TSV auf und zog auf 22:14 davon. Die Ingolstädter agierten nun zu nachlässig und mussten sich trotz eines starken Schlussspurts geschlagen geben. Beim 22:25 waren die entscheidenden letzten Punktgewinne begünstigt von unnötigen Fehlern der Schanzer. Mit einer Leistungssteigerung im dritten Satz ging der MTV jedoch wieder in Führung. Den Vorsprung von 20:18 vor der Schlussphase verteidigte die Benz-Truppe souverän zum 25:23-Satzgewinn.

Ausgeglichen war auch der vorentscheidende vierte Satz. Zumindest bis in die Endphase zum Stand von 20:20. Drei Fehler am Stück kosteten den Gastgebern aber den Sieg - und führten zur Tiebreak-Entscheidung. Vaterstetten, nun mit dem Momentum auf seiner Seite, führte schnell 8:3 und schien wie im Hinspiel, als die Gäste 15:8 im Schlussabschnitt siegten, alles klarzumachen. Doch der MTV gab nicht auf und kam nochmals zum 14:14-Ausgleich - am Ende zeigten die Ingolstädter aber Nerven. Erneut durch "zwei Kurzschlussreaktionen", wie Benz analysierte, war die Niederlage besiegelt.

Von den jüngsten vier Partien hat der MTV nun drei im Tiebreak verloren - "das war heute schon wieder bitter", urteilte der Ingolstädter Trainer, der abermals "ein paar Abstimmungsfehler und fehlende Verantwortung in den Schlüsselszenen" bemängelte.

Am kommenden Samstag (18.30 Uhr) ist nun der nächste Mitabsteiger in Ingolstadt zu Gast. Gegen den Tabellenelften FTM Schwabing wollen sich die Schanzer im letzten Heimspiel der Saison noch einmal mit einem Sieg verabschieden.