Das Rennen wurde vom Wind geprägt. "Es war deshalb schwer wegzufahren, da der Wind am Anstieg von vorne kam", sagte Haller. "Ich schaffte den Sprung in eine Acht-Mann-Gruppe. Wir harmonierten gut, aber selbst nach einer Stunde hatten wir immer noch nicht mehr als 45 Sekunden Vorsprung." Die Gruppe wurde wieder eingeholt. Haller konzentrierte sich deshalb auf das Finale. Am letzten Anstieg, rund drei Kilometer vor dem Ziel, war das Feld noch zusammen. "Ich attackierte nochmals und kam auch etwas weg", sagte der 20-Jährige. "Aber wurde wenig später wieder gestellt." Im Sprint kam Hallers Teamkollege Konrad Geßner noch auf Platz sieben, Haller wurde 69. "Damit waren wir nicht ganz zufrieden", sagte der Ingolstädter.

Am Sonntag war Haller am Start des 26 Kilometer langen Zeitfahrens im niederbayerischen Loizenkirchen. Die beiden WM-Fahrer, Haller und Julian Braun, fuhren außer Konkurrenz mit, da es nur ein A/B/C-Rennen war. Das Zeitfahren nutzte Haller zum letzten Test für die WM. Sein Fazit: "Es lief gut, und ich bin zuversichtlich", sagte er. Am Freitag startet der Ingolstädter dann Richtung Bergen (Norwegen). Hallers erster Einsatz wird am 18. September das U 23-Einzelzeitfahren sein. Am 22. September startet der 20-Jährige beim Straßenrennen der U 23.