Ingolstadt: Edelmetall für Rieß
Bronze in Bayreuth: Fabian Rieß (rechts) sicherte sich über 50 Meter Rücken den dritten Rang bei den Landesmeisterschaften. - Foto: privat
Ingolstadt

Beim ersten Saisonhöhepunkt nach der Sommerpause wollten im Bayreuther Sportbad auch die Athleten des SC Delphin Ingolstadt im Kampf um die Medaillen mitmischen. Und der Wettkampf verlief in Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf äußerst erfolgsversprechend, konnte die junge Mannschaft von Trainer Sascha Kuhls doch mit 28 Finalqualifikationen und einer Bronzemedaille durch Routinier Fabian Rieß im Vergleich zum Vorjahr deutlich zulegen.

Auch wenn der Ingolstädter Altmeister in Bayreuth direkt aus dem Training antrat, machte er es den jüngeren Mannschaftskollegen noch einmal vor, wie das mit dem Schwimmen so geht - und lehrte dabei auch der Konkurrenz zumindest ein wenig das Fürchten. Nachdem er im 50-Meter-Freistil-Finale in guten 23,63 Sekunden die Medaillenplätze mit Rang vier noch knapp verpasst hatte, schlug Rieß über 50 Meter Rücken schließlich zu - und sicherte sich dank guter Leistung in 26,65 Sekunden verdient den dritten Platz.

Auch auf der doppelten Distanz zeigte der Routinier in 58,70 Sekunden seine Medaillenambitionen, verzichtete schließlich aber nach bereits neun absolvierten Starts zugunsten des Formaufbaus auf die Finalteilnahme.

Über 20 Jahre jünger, aber nicht minder erfolgreich: Auch Jonas Drieling (Jahrgang 2001) präsentierte sich einmal mehr in guter Form. Dank toller Vorlaufzeiten - unter anderem 59,62 Sekunden über 100 Meter Schmetterling und 1:00,73 Minuten über 100 Meter Lagen - stand Drieling gleich fünfmal in einem Finale. Die beste Endlauf-Platzierung war schließlich Platz fünf über 50 Meter Rücken in 27,00 Sekunden, mitunter auch, weil ihm nach insgesamt elf Einzelstarts am Ende tatsächlich sprichwörtlich der "Sprit ausging".

Im Gegenzug hierzu ging seit langer Zeit Raphael Mooser (Jahrgang 2001) einmal nicht der besagte Sprit aus, biss der Brustschwimmer doch auch auf der zweiten Streckenhälfte die Zähne zusammen - und qualifizierte sich für das 200-Meter-Finale. Hier gab er noch einmal alles und sicherte sich in 2:27,66 Minuten einen guten fünften Platz.

Für ein weiteres Highlight in den Ingolstädter Reihen sorgte Sprinterin Larissa Heinemann (Jahrgang 2003). Nachdem sie bei den oberbayerischen Meisterschaften bereits zum wiederholten Male die Ein-Minuten-Schallmauer über 100 Meter Freistil verpasst hatte, gelang ihr dieses Meisterstück in Bayreuth bereits im Vorlauf, und sie qualifizierte sich in 59,40 Sekunden souverän für das Finale. Hier konnte sie sich zwar nicht mehr steigern, unterbot aber ein zweites Mal die Minutengrenze und durfte sich im starken Teilnehmerfeld letztendlich über Rang sieben freuen.

Mit der 13-jährigen Emma Weiß und der 12-jährigen Sara Krönert bewiesen aber auch die jüngsten Ingolstädter, dass sie durchaus schon in der offenen Klasse mithalten können. So belegte Brustschwimmerin Weiß nach starken 33,94 Sekunden im Finale über 50 Meter einen guten sechsten Platz, Rückentalent Krönert gelang nach 2:25,90 Minuten über 200 Meter immerhin der Sprung in den Finallauf.

Die weiteren Finalteilnahmen erschwammen sich dank ansprechender Leistungen Fabian Heinemann (50 Meter Rücken), Joshua Hollweck (200 Meter Rücken und 200 Meter Schmetterling), Maria Kapfer (100 Meter und 200 Meter Rücken), Johanna Schmid (200 Meter Brust) und Christina Wenger (50 Meter und 200 Meter Brust). Aber auch die Delphine Julia Iberle, Lina Kapfer, Julia Kuhls, Isabell Schiller und Sascha Santa zeigten mit 16 neuen persönlichen Bestzeiten, dass die gesamte Mannschaft sich in guter Form befindet.