32 Teilnehmer waren in der Herren-Klasse angetreten, um sich den Siegerpokal, die Ranglistenpunkte und das Preisgeld zu sichern. Das Niveau war beachtlich: 13 Spieler in Karlshuld hatten die Leistungsklasse 1 beziehungsweise Positionen unter den ersten 700 der deutschen Rangliste vorzuweisen.

 

Nachdem der Seriensieger der vergangenen Jahre – Benjamin Miedl vom TC Ismaning – diesmal nicht aufschlug, war der Weg frei für einen neuen Namen in den Siegerlisten. Der topgesetzte 17-jährige Lukas Engelhardt (211. der deutschen Rangliste) vom TC Augsburg Siebentisch zog dann auch relativ locker in die Runde der letzten acht ein.

Bei den Viertelfinalspielen zeigte sich dann allerdings, dass Ranglistenpositionen nicht immer die tatsächliche Leistungsstärke offenbaren. Philipp Knieper (LK 3) von der SpVgg Zolling etwa glänzte nun durch seinen enormen Kampfeswillen und erwies sich als „lebende Ballwand“: Er gab keinen Ball verloren, holte sich somit Punkt um Punkt und dadurch natürlich Sieg um Sieg. Der Lohn für ihn: die Halbfinalteilnahme gegen Joshua Meißauer (DR 533) von TC Thymau-Kellberg.

Der ungesetzte DRC-Akteur Regnat (571. der DR) war im Vorfeld als Geheimfavorit gehandelt worden – und schließlich auch nicht zu stoppen. Bis zum Halbfinale gab Regnat nur zwei Spiele in seinen Begegnungen ab. Im Semifinale gegen Achim Kächele vom schwäbischen TC Metzingen (282. der DR) sicherte er sich den ersten Satz klar mit 6:0. Im zweiten Abschnitt bäumte sich Kächele noch einmal auf, unterlag dem Ingolstädter aber letztlich mit 4:6.

Im Endspiel vor mehr als 200 Zuschauern dominierte Regnat gegen Knieper schließlich nach Belieben. Er überzeugte durch druckvolles Tennis und holte sich Punkt um Punkt. Knieper hatte dem nichts entgegenzusetzen und unterlag mit 2:6 sowie 1:6. Nun hoffen die Veranstalter in Karlshuld, dass der DRC-Spieler auch in den kommenden Jahren wieder an den Start geht. Viele der Anwesenden habe Regnat mit seinem Spiel beeindruckt, hieß es.