Pipinsried: Der Umbruch steht bevor
Der Abschied rückt näher: Vereinsgründer und Klubikone Konrad Höß legt in den kommenden Wochen sein Amt bei Regionalligist FC Pipinsried nieder. - Foto: Kerpf
Pipinsried

"Sobald Roland Küspert (der bisherige Vizevorsitzende, d. Red.) sein Führungsteam zusammengestellt hat, führen wir eine Mitgliederversammlung durch. Dann lege ich mein Amt nieder", sagt Höß, der gesundheitliche Gründe für seinen Rückzug anführt. Dass der 76-Jährige mit dem Ausgabenkurs der aktuellen Führung nicht sonderlich glücklich ist, hat er in den vergangenen Monaten indes immer wieder durchblicken lassen. "Der Verein steht vor schwierigen Zeiten", meint Höß.

Als Beispiel führt der Klubboss die Pflege der Anlage an der Reichertshausener Straße an. "Wenn man das professionell machen will, muss man mindestens mit Kosten von 20 000 Euro im Jahr rechnen, vermutlich deutlich mehr." Dass er weiter als Platzwart agieren wird, schließt Höß aus.

Doch es wird beim FC Pipinsried nicht nur einen Wechsel an der Spitze geben, der Verein wird vermutlich auch seine Strukturen komplett verändern. Zumindest wenn es nach Manager Roman Plesche und Spielertrainer Hürzeler geht. Deren Verträge laufen zum Saisonende aus. Ihre Fortbeschäftigung machen sie von einer Ausgliederung der ersten Mannschaft abhängig. "Zum Beispiel als GmbH", sagt Plesche, der die Geschäftsführung übernehmen würde. Höß' Sohn Reinhard, ein Jurist in einer Münchner Kanzlei, plant das neue Modell - mit dem Segen seines Vaters.

Wie lange die neue Struktur hält, oder ob sie überhaupt notwendig ist, wird sich zeigen. Der Manager deutet an, dass Hürzeler und er sich nur bis zum Sommer 2019 an den Verein binden wollen. "Danach muss man sehen." Dass die beiden von einer Karriere im Profifußball träumen, ist kein Geheimnis.

Die Restrunde der Regionalliga hält Plesche keinesfalls für einen Selbstläufer - trotz des 14. Tabellenplatzes mit 29 Zählern und sieben Punkten Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz. "Der Abstiegskampf wird beinhart", meint der Manager. 43 bis 45 Punkte seien insgesamt notwendig, um die Klasse zu sichern.

Insgesamt fünf Testspiele haben die Pipinsrieder in den kommenden Wochen vereinbart. Den Auftakt macht am 3. Februar die Partie gegen den TSV Aindling. Zudem treffen Hürzeler & Co. auf Türkgücü Ataspor München (7. Februar), den TSV Landsberg (11. Februar), die SpVgg Landshut (17. Februar) und den TSV Kühbach (18. Februar).