Auch im Dreisprung am Tag darauf fehlte ihm die Kraft. Mit 12,51 Metern blieb er fast einen Meter unter seiner Bestweite und landete auf Platz 22 von 24 Startern.

Nach einer hervorragenden Hallensaison, in der der 17-jährige Schüler (LG Landkreis Roth, TV Eckersmühlen) mit 2,00 Metern Sechster der U 20-Hallenmeisterschaft geworden war, hatte sich von Hardenberg für den Sommer weitere Leistungssteigerungen versprochen. Und es fing auch gut an: Bereits im zweiten Wettkampf der Saison im schwäbischen Eppingen holte er sich als einziger aus dem Landkreis Roth mit 1,95 Metern im Hochsprung und 13,47 Metern im Dreisprung das doppelte Startrecht für die deutschen Meisterschaften. Die nächsten Wettkämpfe bestätigten dieses Niveau. Doch dann zog er sich Mitte Juni eine Trainingsverletzung zu, nach der er zwei Wochen pausieren musste. Damit nicht genug, musste er zwei Wochen später wieder in die Klinik - der Blinddarm wurde ihm nach einer akuten Reizung entfernt. Zutiefst geknickt musste er sich nach dem Wettkampf in Ulm eingestehen, dass sein Köper doch keine Maschine ist. Aller Voraussicht nach wird er nach den Sommerferien keine Wettkämpfe mehr bestreiten, sondern sich auf das Aufbautraining konzentrieren.