Flemming
Tschapka, Tobias, Roth (Tschapka)
Hilpoltstein
Das "Triple" hat er nun zwar nicht geschafft, doch auch mit Platz drei beim Bundesranglistenfinale kann Alexander Flemming vom Tischtennis-Zweitligisten TV Hilpoltstein zufrieden sein. Damit hat er sich auch für die deutschen Meisterschaften 2018 in Berlin qualifiziert.

Kein Frage, es ist ein großer Erfolg für den Hilpoltsteiner. Eine Liebesbeziehung hat er zu diesem Turnier dennoch keine. Zur Einordnung: "Top 48" - schon der Name ist Etikettenschwindel, denn von den besten 48 deutschen Spielern waren in Duisburg gerade mal acht am Start. "Das hat mit deutscher Spitze nichts zu tun", weiß Flemming. "Eigentlich kann man das Turnier auch abschaffen. Es ist nur noch eine DM-Qualifikation", stellte der Hilpoltsteiner 2016 im Nachgang der letztjährigen Ausgabe der Veranstaltung ein Armutszeugnis aus. Warum nimmt er dann wieder daran teil? Dazu Flemming trocken: "Um meinen Platz bei den Deutschen sicher zu haben." Entsprechend konzentriert agierte er. In der Vorrunde am Samstag ließ er nichts anbrennen. Ganze zwei Sätze gab er in der Gruppenphase ab und zog mit fünf Siegen in die Endrunde der letzten 16 ein, wo es am Sonntag im K.O.-Modus weiter ging. Dort kämpfte er sich mit 4:1-Erfolgen gegen die Drittliga-Spieler Tom Eise (TTC Weinheim) und Florian Blum (ASV Grünwettersbach II) ins Halbfinale vor, wo er auf den an Nummer eins gesetzten Jung-Nationalspieler Kilian Ort vom Erstligaaufsteiger TSV Bad Königshofen traf. Und Flemming hatte gegen den Unterfranken in der Neuauflage des Aufeinandertreffens im Pokalspiel vor gut einer Woche noch eine Rechnung offen. Und obwohl Hilpoltsteins Frontmann alles versuchte, den Rhythmus seines Gegner zu durchbrechen, konnte er Ort nur zwei Sätze abtrotzten und unterlag dem späteren Sieger 2:4. Nachdem sich der Hilpoltsteiner 2016 über eine Urkunde, eine Medaille und einen Einkaufsgutschein über 35 Euro für ein Elektronikfachgeschäft freuen durfte, hatte sich die DTTB die lautstarke Kritik zu Herzen genommen und die Tarife angehoben. Heuer erhielt er einen Gutschein über 50 Euro. Bei Ort als Gesamtsieger waren es schon 150 Euro.