Roth: Schattners Triple
Nicht zu bremsen auf vier Rädern: Marcus Schattner von der TSG Roth sichert sich auch dank eines starken Schlussspurts den deutschen Meistertitel im Skiken. - Foto: Trellinger
Roth

Anders als im vergangenen Jahr fanden die Meisterschaften heuer nicht in Finsterau im bayerischen Wald sondern im mittelfränkischen Feucht statt. Auch mussten die Teilnehmer nicht fünf Runden à zwei Kilometer fahren, sondern zwei Runden à fünf Kilometer. Zudem begannen die Sportler im Jagdstart - sie wurden mit einem Startabstand von einer Minute einzeln auf die Strecke geschickt. Die größte Umstellung aber zum Vorjahr war, dass diesmal nicht auf Asphalt gefahren wurde, sondern auf Waldwegen. Dies verlangte von den Athleten eine hohe technische Vielfalt, denn der Untergrund variierte von befestigten Wegen, über frisch geschotterte Passagen, bis hin zu nassen, aufgeweichten Stellen. Gerade der vom Regen der vergangenen Tage aufgeweichte Boden verlangte den Teilnehmern alles ab. Nicht nur, dass der erhöhte Kraftaufwand den Puls enorm in die Höhe schießen ließ, auch durften sich die Wettkämpfer zu keinem Zeitpunkt eine Unachtsamkeit erlauben. Zu hoch war die Gefahr eines Sturzes, weil sich ein Rad zu tief in den Boden eingegraben hatte.

Doch Marcus Schattner schien das alles nicht viel anhaben zu können. Er kam an diesem Tag mit den Verhältnisse am besten zurecht. Natürlich nutzte er die Nähe zu der Wettkampfstrecke, um sich im Vorfeld auf die Bedingungen einzustellen, aber vor allem profitierte der Routinier von einer perfekten Renneinteilung. So konnte Athlet der TSG Roth in der zweiten Runde, als bei viele Konkurrenten die Kräfte schwanden, noch einmal zulegen. Hier gelang es ihm dann in den Bergaufpassagen, zwei vor ihm gestartete Athleten zu überholen. Mit einem langgezogenen Schlussspurt sicherte er sich schließlich mit zwölf Sekunden Vorsprung auf seinen stärksten Konkurrenten, Arnd Schneider aus Feucht, den Titel bei den zweiten internationalen deutschen Skikemeisterschaften.