Noch bevor der Anpfiff zu dieser Partie ertönt ist, musste eine Korrektur vorgenommen werden. Die Gäste aus Ornbau wollten das Spiel, aus welchen Gründen auch immer, auf einen Wochentag verlegen. Wegen der Schichtarbeiter konnten sich die Hausherren auf diesen Vorschlag nicht einlassen, sehr wohl aber darauf, dass der Anstoß um 16 Uhr erfolgt. Mit sieben Spielen aus drei Begegnungen nehmen die Schwarzachstädter einen hervorragenden dritten Rang ein, der so nicht vorauszusehen war. Der knappe Sieg beim SV Marienstein war nicht unverdient, beileibe nicht, doch kritikwürdig war er in einem gewissen Rahmen trotzdem. Da nimmt auch Trainer Christoph Biedermann kein Blatt vor den Mund. "Wir sind natürlich hier alle zufrieden, wer ist das nach einem Gewinn von drei Punkten nicht. Wir haben aber gesehen, dass wir Fußball spielen wollten und gegen die kampfstarken Mariensteiner auf Granit gebissen haben", sagt Biedermann. "Man muss schon bei aller Spiellaune auch körperlich dagegenhalten. Wir sind lernfähig, können, wie in der zweiten Hälfte, Fehler korrigieren. Wenn man ganz ehrlich ist, hätten wir höher gewinnen müssen." Dabei darf sich der TSV Greding eigentlich nicht über mangelnde Durchschlagskraft seiner Stürmer beschweren. Fünf der sechs bisherigen Treffer erzielten die Brüder Daniel und Fabian Schlupf sowie Torjäger Fabian Koller. Außerdem war festzustellen, dass die Schwarzachstädter in der Lage sind, eine Partie nach einer Führung sauber und sicher zu Ende zu spielen, Holzheim lässt grüßen.

Diese Art von Fußball dürfte auch gegen den SV Ornbau angesagt sein, obwohl der TSV bei seinem letzten Auftritt beim SVO einen 5:0-Kantersieg einfuhr. "Das wollen wir ganz schnell vergessen, wir haben für unsere damaligen Trainer gespielt und für die Gastgeber ging es um gar nichts mehr. Am Sonntag wird das ein anderes Aufeinandertreffen. Es geht darum, sich mit einer absoluten Spitzenmannschaft zu messen, die hervorragend besetzt ist." Allerdings, denn mit Andreas Engelhardt vom ESV Ansbach/Eyb verpflichtete Ornbau einen Sturmdank. Nicht zu vergessen die Brüder Aaron und David Lederer, die aus einer sportlichen Familie stammen. Anne-Sophie gehört dem 100-Meter-Kader der deutschen Leichtathleten an, gegen sie haben die Fußballer im Sprint, wie schon getestet, keine Chance. "Wir dürfen uns nicht von der Offensive erdrücken lassen und das dann möglichst positive Resultat halten."