Hilpoltstein: Knallerspiel zum Auftakt
Eine harte Nuss müssen Vigan Asani (l.) und der TV Hilpoltstein am Sonntag knacken. Es geht zur SG Ramsberg/St. Veit. - Foto: Enzmann
Hilpoltstein

Mit einem Liganeuling bekommen es der TSV Meckenhausen und sein neuer Spielertrainer Michael Brandl zu tun. Sie gastieren bei Aufsteiger TSV Absberg. Einen schweren Auftaktgegner hat der TSV Röttenbach vor der Brust. Der Meister der vergangenen Saison in der Kreisklasse Nord startet mit einem Heimspiel gegen die DJK Pollenfeld ins Abenteuer Bezirksliga. Schließlich empfängt der TSV Heideck den stark einzuschätzenden Aufsteiger TSV Berching.

Völlig unbelastet wollte Heidecks Trainer Jürgen Prüßner seine Mannschaft beim TSV Berching auflaufen lassen, da funkte ihm die DJK Dollnstein im Pokal dazwischen. Das Ausscheiden gegen einen Kreisklassisten wollte er allerdings vermeiden. "Das ist natürlich schade, denn meine Jungs haben den etwas unglücklichen Schluss der vergangenen Saison sehr gut verarbeitet. Es ist absolut nichts hängen geblieben. Wir gehen unbeschwert in die neue Spielzeit", sagt Prüßner. Verschmerzt hat er auch die beiden Abgänge Akif Er und Andreas Förster, hat sogar gleichwertigen Ersatz gefunden. "Michael Huf spielt genau die Position von Er und André Dietrich bekleidet die Sechser-Rolle". Die erste Prüfung für sein Team beim TSV Berching schätzt der Heidecker Coach als äußerst unangenehm ein. "Das ist kein gewöhnlicher Aufsteiger. Berching ist in der Saison 2015/16 einen Punkt hinter uns abgestiegen. Die Mannschaft hatte immer Kreisligaformat." Den am Knie verletzten Jonas Rösch - Doppeltorschütze am Mittwoch in Dollnstein - muss Prüßner eventuell ersetzen.

Harte Arbeit verrichten musste auch der TV Hilpoltstein im Totopokal beim SC Pollanten. Abteilungsleiter Siegfried Zeh war überrascht vom Gegner. "Die Pollantener haben eine Offensive, die ist kreisligatauglich. Es war ein echter Prüfstein vor Beginn der Saison." Da Trainer Jürgen Wellert noch im Urlaub weilt, hat sich Zeh der Mannschaft angenommen und mit ihr trainiert. "Auch im Zeichen des Burgfestes ist das Team vorbildlich aufgetreten, hat nichts schleifen lassen. Jetzt gilt es und bei der SG Ramsberg/St. Veit wird es gleich richtig zur Sache gehen. Wir müssen uns auf ein schweres Spiel einstellen", sagt Zeh. "Wenn wir wieder oben mitspielen wollen, dann darf nicht zählen, dass wir einige Spieler ersetzen müssen." Der Hilpoltsteiner Abteilungsleiter ist der Meinung, dass so viel Potenzial vorhanden ist, dass eine ganz starke Elf auflaufen wird.

Die versucht Klaus Wachter für den TSV Röttenbach ebenfalls zusammenstellen. Auch er lobt den Trainingsfleiß seiner Mannschaft, 26 Akteure nehmen regelmäßig teil. Die Vorbereitung verlief allerdings eher schleppend, erst zum Ende hin fanden seine Jungs den notwendigen Rhythmus. "Wir haben zwar zuletzt gegen den Bezirksligaabsteiger Henger SV mit 0:2 verloren, aber ich habe viel Positives gesehen", sagt Wachter. Das hat er allerdings auch bei der DJK Pollenfeld, die am Sonntag in Röttenbach gastiert und gegen den SV Alesheim ein starkes Testspiel absolvierte. Besonders auf Torjäger Stefan Biber sollte sein Team achtgeben. Er brachte es in der vergangenen Kreisligasaison auf starke 26 Treffer. Verzichten müssen die Röttenbacher auf ihren Neuzugang aus Heideck, Akif Er (Urlaub).

Während Wachter ein alter Trainerfuchs ist, trat Michael Brandl, ehemaliger Spieler beim SC Feucht, seine erste Stelle als Coach an. "Ich habe hier in Meckenhausen etwa zwei Wochen gebraucht, aber jetzt komme ich sehr gut mit dem Job zurecht. Es ist natürlich eine Umstellung, ganz klar." Licht und Schatten erlebte er in der Vorbereitung mit einem 3:2 gegen den TSV Wolfstein und einem 2:1 gegen den FC Ezelsdorf. "Das 1:5 gegen die DJK Göggelsbuch war weniger erfreulich, es war der Dämpfer zur richtigen Zeit." Sieben Nachwuchsspieler sind in den Kader der ersten Mannschaft aufgerückt, mit teilweise guten Ansätzen. Den Gegner, TSV Absberg, hat er beim BSC Woffenbach in einem Testspiel beobachtet und sah eine imposante Offensive. Brandl erwartet eine echte Herausforderung.