Der Pfiff bleibt aus: Nach dem er von zwei Deutenbacher Verteidigern in die Zange genommen wird, hätte Gredings Angreifer Daniel Schlupf in dieser Szene gerne einen Elfmeter gehabt. Schiedsrichter Kevin Hegwein lässt jedoch weiterspielen.
Der Pfiff bleibt aus: Nach dem er von zwei Deutenbacher Verteidigern in die Zange genommen wird, hätte Gredings Angreifer Daniel Schlupf in dieser Szene gerne einen Elfmeter gehabt. Schiedsrichter Kevin Hegwein lässt jedoch weiterspielen.
Enzmann
Greding

Es ist jedoch nicht das dritte Remis hintereinander und auch nicht der abermals verspielte 2:0-Vorsprung, der die Gredinger Spieler und deren Anhang so sehr erzürnte. Nein, es war die Rüpelhaftigkeit der Gäste, die auf und neben der Gredinger Schulsportanlage zu Tage trat. „Das habe ich in meiner über achtjährigen Karriere im Seniorenbereich nicht annähernd erlebt“, klagte Gredings Spielertrainer Christoph Biedermann. „Ellbogenchecks, Tritte in die Hacken, ohne dass der Ball in der Nähe war. Wir Spieler wurden von den Gästefans, die mit dem Bus angereist waren, beleidigt und beschimpft, genau wie unsere Fans. Dazu wurde eine Werbebande eingetreten. Dass so etwas möglich sein kann, hätte ich niemals geglaubt.“

Die Deutenbacher sahen wohl in der von Greding stark geführten ersten Hälfte schon ihre Felle davonschwimmen, als die Hausherren innerhalb von drei Minuten mit 2:0 in Front gingen. Zuerst spurtete Biedermann in eine Rückgabe auf Torhüter David Carl, dann gelangte ein Pass in die Schnittstelle der STV-Abwehr, Fabian Koller legte zurück und Bernhard Kerl traf aus zwölf Metern (8., 10.). Die Schwarzachstädter hielten weiterhin den Ball flach und das Tempo hoch und Johannes Wolfsteiner versäumte es, das wohl entscheidende 3:0 zu erzielen (22.). Stattdessen nutzte Niklas Penz eine Gredinger Unachtsamkeit aus und schob zum 2:1 ein. Wenige Minuten darauf war Thomas Uldschmidt praktisch vor dem leeren Tor und zielte daneben. Greding ging im zweiten Abschnitt unbeirrt seinen Weg weiter, war zielstrebig und spielüberlegen, verweilte fast nur noch in der gegnerischen Hälfte, während die Kicker aus dem Steiner Ortsteil nichts zum Spiel beitrugen.

Allerdings fehlte dem TSV das sogenannte Salz in der Suppe, sprich, die Tore. Und genau als man den Angriff personell unterstützte, fiel der Ausgleich. Nach einem Eckball wehrte Keeper Patrick Reinhard mit dem Fuß ab und Julian Ernst war zur Stelle (79.). Der eingewechselte Fabian Schlupf und Jonas Finger nutzten danach ihre Chancen nicht, um einen durchaus verdienten Sieg einzufahren. Beim anschließenden traditionellen Besuch auf dem Lentinger Jurafest ließen sich die Gredinger das Bier trotzdem schmecken.

TSV Greding: Patrick Reinhard, Jonas Finger, Manuel Wolfsteiner, Alexander Sipl, Johannes Wolfsteiner, Thomas Uldschmidt (77. Fabian Schlupf), Marco Meyer, Daniel Schlupf (88. Moritz Rabl), Christoph Biedermann, Fabian Koller, Bernhard Kerl (85. Patrick Meyer).

Tore: 1:0 Christoph Biedermann (8.), 2:0 Bernhard Kerl (10.), 2:1 Niklas Penz (31.), 2:2 Julian Ernst (77.).

Schiedsrichter: Kevin Hegwein (TSV Langenfeld). – Zuschauer: 120.