Hilpoltstein: Gefährlicher Aufsteiger
Mit dem TSV Absberg ist nicht zu spaßen: Das hat bereits der TSV Meckenhausen (orange Trikots) zu spüren bekommen. ‹ŒArch - foto: Tschapka
Hilpoltstein

Außerdem will sich der TSV Heideck in Cronheim (12.) nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen Hilpoltstein rehabilitieren und der TSV Röttenbach hofft gegen die TSG Ellingen (9.) endlich auf den ersten Sieg.

"Ich bin schon sehr froh, dass wir drei Punkte haben, denn es war eine umstrittene Partie, die wir aber zurecht gewonnen haben", sagt Hilpoltsteins Trainer Jürgen Wellert zum 2:1-Sieg in Heideck, allerdings haderte er mit den Platzverhältnissen: "Diese entsprachen wieder nicht dem, was ich eigentlich spielen lassen will, nämlich schnell und präzise. Ich kann nicht sagen, dass wir uns optimal präsentiert haben, das ist aber überhaupt kein Vorwurf." Dank seines ersten Erfolgs über den TSV Heideck in seiner Amtszeit bei den Burgherren befindet er sich mit dem TV weiter in einer komfortablen Zone der Tabelle. Am Sonntag kommt es auf heimischen Platz zum Duell mit einem Tabellennachbarn. Aufsteiger TSV Absberg rangiert nur einen Punkt hinter den Burgherren auf Rang fünf. Die Elf von Trainer Franz Schärtel verlor die letzten beiden Auswärtsspiele in Heideck und Weißenburg, während Wellert auf heimischem Platz noch ungeschlagen ist. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Absberg verfügt mit Pavol Zemanovic (bereits neun Tore) einen Torjäger, der zum Auftakt den TSV Meckenhausen im Alleingang abschoss. Der für Sonntag geplante Fußball-Familientag fällt übrigens aus.

Heidecks Trainer Jürgen Prüßner hat die Niederlage gegen den TV Hilpoltstein eigentlich schon längst verdaut und abgehakt. Vorwerfen kann er seinem Team nur eine Kleinigkeit, die hätte Großes bewirken können. "Das 2:0 wäre im Nachblick der Punkt gewesen, mit dem wir Hilpoltstein hätten knacken können. Die zweite Hälfte gehörte dann dem Gegner." Jetzt müssen die Heidecker die Fahrt nach Cronheim antreten, einen Ort, an dem sie am 28. Mai ein entscheidendes Erlebnis hatten. Sie verloren mit 2:4 und verspielten auch aufgrund dieser Niederlage den Bezirksliga-Aufstieg. "Das sitzt noch fest und das bleibt auch so", sagt Prüßner. Dazu kommen einige personelle Fragezeichen. Denn mit Sebastian Stengl, Johannes Wieland, Marco Hoßner und wohl auch Daniel Meier fallen einige Stammspieler aus.

Auch nach fünf Spieltagen kann Röttenbachs Trainer Klaus Wachter mit seinem Team noch keinen Erfolg feiern, die knappe 0:1-Niederlage in Ramsberg lässt allerdings weiter hoffen. Am Sonntag erwartet der TSV die TSG Ellingen, die ebenfalls in die Kreisliga aufgestiegen ist. Die Gäste hatten aus drei Spielen einen Punkt erobert, ehe sie am Sonntag Barthelmesaurach mit 3:1 bezwangen.

Dass der TSV Meckenhausen die Kreisliga anführt, ist kein Zufall. Trainer Stefan Brandl hat eine gesunde Mischung gefunden. Er selbst verstärkte die Abwehr, stellte mit Marco Meixner und Stefan Wohlfahrt zwei Sechser davor. Stefan Hamperl und Brian Stone sorgen neben anderen für die Tore. Das Paket stimmt, vier Siege in Folge sind die Ausbeute. "Wir haben eine gute Verteidigung und dass wir keinen Stürmer haben, der 20 Tore schießt, ist nicht weiter relevant. Wir haben uns in vier Partien ein Torverhältnis von 14:2 erspielt, das sagt alles. Wir arbeiten Schritt für Schritt und auch wenn meine Jungs fragen, warum wir weit über zwei Stunden trainieren, dann antworte ich: wir haben Erfolg, weil wir mehr arbeiten als andere", sagt Brandl. Aus Barthelmesaurach möchte er mindestens einen Zähler entführen.