Hilpoltstein: Basketballer verlieren Spitzenspiel
Zu selten durchsetzen können sich die Hilpoltsteiner Basketballer (weiße Trikots) im Spitzenspiel in Feuchtwangen. ‹ŒArch - foto: Tschapka
Hilpoltstein

Bereits die Anreise lief für die Hilpoltsteiner beschwerlich. Fast 100 Kilometer mussten sie sich im Schneckentempo durch den Schneesturm kämpfen, um zum Glück gesund in Feuchtwangen anzukommen.

Diese Strapazen waren den Hilpoltsteiner zu Beginn des Spiels anzumerken. Feuchtwangen war im ersten Viertel deutlich überlegen. Die Mann-Verteidigung der Gastgeber war schwer zu durchdringen. Feuchtwangen schaltete außerdem schnell um und holte viele leichte Punkte nach Schnellangriffen. Hilpoltstein brauchte deutlich zu lang, um sich auf das physische Spiel einzustellen, vergab viele Chancen und warf viele Bälle weg oder in die Hände der Feuchtwangener. Damit führten die Gastgeber nach dem ersten Viertel mit 28:17.

Im zweiten Viertel wechselte Hilpoltstein von der sonst so perfekt funktionierenden Zonen-Verteidigung auf eine Man-to-Man Defense. Dadurch konnten sie vor allem den besten Spieler der Feuchtwangener deutlich ausbremsen. Offensiv allerdings klappte immer noch nichts. Die meisten Teams der Liga agieren mit einer Zonen-Verteidigung und die Gäste waren sichtlich überfordert mit der guten Mann-Verteidigung der Gastgeber. Doch Hilpoltstein schaffte es zumindest, die hektische Spielweise aus dem ersten Viertel abzustellen und seine Chancen besser zu nutzen. So ging dieser Abschnitt mit 17:11 an die Burgherren. Damit führte Feuchtwangen zur Pause nur knapp mit 39:34 und es war noch alles offen.

Motiviert starteten beide Mannschaften ins dritte Viertel. Doch Hilpoltstein verlor nun komplett die Konzentration und beging die gleichen Fehler wie im ersten Viertel. Viele Hilpoltsteiner ließen nun den Kopf hängen, anstatt zu kämpfen.

Im vierten Viertel riss Jugendspieler Gabriel Stapfer seine Teamkollegen mit und Hilpoltstein fand wieder seinen Kampfgeist. Tugrul Özel legte in der Verteidigung einen Zahn zu und sorgte für einige Turnover der Gastgeber. Dennis Winterhalter eskalierte förmlich unter dem Korb der Feuchtwangener. Er war nicht zu stoppen und legte einen Korb nach dem anderen rein. Da jedoch die Feuchtwangener auch gerade unter dem Korb viele freie Würfe kreierten, waren diese nicht mehr so sehr gezwungen den harten Druck in der Verteidigung aufrecht zu erhalten. Der TV kämpfte zwar bis zum Schluss, verlor aber mit 66:84. Feuchtwangen hatte nicht die besseren Einzelspieler, aber die schnellere und schlauere Spielweise.

Die Hilpoltsteiner befinden sich nun in der Jägerrolle und wollen an diesem Sonntag gegen Flügelrad Nürnberg II in der heimischen Halle zurück in die Erfolgsspur finden.

TV Hilpoltstein: Dennis Winterhalter (25), Max Olschok (19), Uli Rosel (8), Tobias Lang (8), Tugrul Özel (4), Andreas Nosovsky (3), Gabriel Stapfer.